Der Linzer Altbischof Maximilian Aichern ist am Samstag im Alter von 93 Jahren gestorben. Salzburgs Erzbischof Franz Lackner würdigte ihn als „Hirten, der seine Sendung unmittelbar im Herzen seiner Herde lebte“.
Aichern, der von 1982 bis 2005 an der Spitze der Diözese stand, sei im Domherrenhaus in Linz verstorben. Mit seiner eher liberalen Amtsführung begründete er den „Linzer Weg“. Sein Engagement für den arbeitsfreien Sonntag sowie andere Anliegen der Arbeitnehmer trug ihm das Prädikat „Sozialbischof“ ein. Aichern starb im Beisein seines Nachfolgers Manfred Scheuer, der in den letzten Stunden mit ihm und für ihn betete, hieß es von der Diözese.
Aichern war ein Befürworter der Diakonenweihe für Frauen, auch der Priesterweihe von Frauen stand er aufgeschlossen gegenüber. „Ich glaube – trotz mancher Rückschläge, die es immer wieder gibt – daran, dass die Diakonenweihe der Frauen nicht aufzuhalten ist, weil sie denn doch schon einmal da waren. Und das Gleiche, so denke ich, gilt auch für die Priesterweihe von verheirateten Männern. Ich würde natürlich doch auch dazusagen: vielleicht sogar von Frauen“, hatte er in einem Interview, das das Kommunikationsbüro der Diözese kurz vor seinem 90 Geburtstag mit ihm geführt hatte, gesagt.
Zahlreiche Begleiter aus Klerus und Politik reagierten auf Aicherns Ableben. Von einem Hirten, der seine Sendung „unmittelbar im Herzen seiner Herde lebte“, sprach etwa der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, der Salzburger Erzbischof Franz Lackner.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.