05.05.2014 14:30 |

WHO-Warnung

Kinderlähmung wird wieder eine Bedrohung

Die Kinderlähmung (Poliomyelitis, kurz Polio) ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO als Problem der öffentlichen Gesundheit wieder ein Thema. Da der Erreger nun bereits in zehn Ländern aufgetreten ist, sei die Ausbreitung der Krankheit wieder eine ernste Bedrohung, die eine internationale Antwort erfordere, heißt es.
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Seit Jahresbeginn seien in drei Ländern - Pakistan, Syrien und Kamerun - wieder Polio-Erkrankungen nachgewiesen worden, erklärte Bruce Aylward von der WHO am Montag bei einer Telefonkonferenz in Genf. Auch im Irak soll es einen Fall gegeben haben. Das mache die Anstrengungen, die Kinderlähmung weltweit auszurotten, zunichte. Ziel der WHO ist es, die Krankheit (sie lässt sich durch Impfung verhüten; Bild) bis 2018 ganz ausgerottet zu haben.

In der vergangenen Woche hatten sich 14 Experten in Genf mit der hochansteckenden Krankheit befasst. Die WHO erließ nun Empfehlungen, um die mit einer Ausbreitung der Erreger verbundenen Risiken einzudämmen.

Kinderlähmung kann bis zum Tod führen
Die Poliomyelitis ist eine von Polioviren hervorgerufene Infektionskrankheit, die die muskelsteuernden Nervenzellen des Rückenmarks befällt und zu bleibenden Lähmungserscheinungen bis hin zum Tod führen kann. Weil überwiegend Kinder im Alter zwischen drei und acht Jahren betroffen sind, erhielt die Krankheit auch die Bezeichnung Kinderlähmung.

Österreich und Ukraine besonders gefährdet

Erst im November hatten Forscher gewarnt, dass die Kinderlähmung über Syrien wieder nach Europa zurückkehren könnte (siehe Infobox). Wegen ihrer geringen Impfrate seien vor allem Länder wie Bosnien-Herzegowina, die Ukraine und Österreich (wo sie nur rund 25 Prozent beträgt) besonders gefährdet, hieß es.

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