Wien kann beim Rechnungsabschluss 2025 aufatmen: Das Budgetdefizit fällt deutlich laut erster Einschätzung niedriger aus als noch im Herbst prognostiziert. Insgesamt wurde das Minus um eine Milliarde Euro gedrückt – auch Schuldenstand und Zinslast sinken spürbar.
Die Stadt Wien meldet im aktuellen Quartalsbericht eine weitere Entspannung ihrer Finanzlage. Das vorläufige Defizit für den Rechnungsabschluss 2025 liege demnach bei 2,8 Milliarden Euro. Damit wäre das zu Jahresbeginn 2025 prognostizierte Minus von 3,8 Milliarden Euro um insgesamt eine Milliarde Euro unterschritten. Gegenüber der Schätzung vom November 2025 ergebe sich eine zusätzliche Verbesserung von 450 Millionen Euro.
Bürgermeister: „Keine Privatisierungen“
Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sieht darin den Erfolg eines klaren Kurses: „Die budgetäre Situation ist für alle herausfordernd. Wir bekennen uns zur Konsolidierung, aber Konsolidierung wird nur dann erfolgreich sein, wenn wir gleichzeitig die Beschäftigung steigern, das Wirtschaftswachstum ankurbeln und wichtige Investitionen tätigen.“ Privatisierungen schließt Ludwig ausdrücklich aus.
Spagat für die Finanzen
Auch Finanzstadträtin Barbara Novak betont den Spagat zwischen Sparsamkeit und sozialer Verantwortung: „Wien beweist, dass verantwortungsvolle Finanzpolitik und soziale Sicherheit Hand in Hand gehen können.“ Ziel sei es, Stabilität zu schaffen und gleichzeitig in Zukunft und Arbeitsplätze zu investieren.
Um 50 Millionen Euro weniger Zinsen
Die verbesserte Defizitlage wirkt sich auch auf den Schuldenstand aus. Anstatt der bisher angenommenen 14,9 Milliarden Euro werden für Ende 2025 nun rund 14,4 Milliarden Euro erwartet. Allein diese Reduktion könnte die Zinsbelastung um bis zu 50 Millionen Euro senken, heißt es. Wien liegt damit bei der Verschuldung weiterhin im Mittelfeld der Bundesländer. Rückenwind erwartet man sich zudem aus der Wirtschaft. Seit 2023 verzeichnet nur Wien ein durchgängiges Wachstum.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.