Die geplante Zufahrt für das Windkraft-Projekt am Windsfeld war in der Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung ein großes Thema. Für deren Bau bei Flachauwinkl sind möglicherweise auch Sprengungen im Hochgebirge notwendig.
Auf die Beamten der Naturschutzabteilung des Landes wartet in den kommenden Wochen viel Arbeit. Nach der Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung für die geplanten 13 Windräder am Windsfeld bei Flachauwinkl wird jetzt der Bescheid erstellt. Bei den zweitägigen Gesprächen in Flachau sind die unterschiedlichen Ansichten zum Projekt noch einmal aufeinandergeprallt.
Die Diskussionen drehen sich vor allem um die rund elf Kilometer lange, fünf bis acht Meter breite Zufahrtsstraße. Diese müsste neu gebaut werden, um die großen Bauteile für die Windräder ins Hochgebirge zu transportieren. Aufgrund des unwegsamen Geländes sind für den Straßenbau möglicherweise Sprengungen notwendig, wie Markus Kirchner, Geschäftsführer der Projektgesellschaft, bestätigt.
„Ein Teil soll wieder rekultiviert werden. Aber das wird nie wieder so wie früher. Eine Wiese im Hochgebirge ist einfach etwas anderes als im Flachland“, sagt dagegen Ingrid Eichberger, Geschäftsführerin des Naturschutzbundes.
Projektwerber Markus Kirchner entgegnet: „Das wird eine gut ausgebaute Forststraße, wie es bei uns viele gibt.“ Für die Rekultivierungen gebe es gute Beispiele. „Das wird man nach einigen Jahren nicht mehr erkennen“, ist er überzeugt.
Eichberger befürchtet auch einen regen Winterbetrieb auf der Straße. „Damit der Windpark instand gehalten werden kann. Ansonsten wären viele Hubschrauberflüge notwendig“, ist die Naturschützerin überzeugt. Das Warten auf den Bescheid wird mehrere Wochen dauern, danach sind Einsprüche möglich.
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