Die ersten Windräder Salzburgs könnten sich auf dem Windsfeld bei Flachauwinkl drehen. Jetzt steht die Entscheidung über die Genehmigung an. Neben einigen Gegnern gibt es auch eine Stellungnahme von Experten mit konkreten Kritikpunkten.
Lostage für Salzburgs größtes Windkraftprojekt: Gestern, Mittwoch, startete in Flachau die Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung für den geplanten Windpark am Windsfeld oberhalb von Flachauwinkl. Dabei wird das Projekt ausführlich auf seine Auswirkungen auf die Umwelt überprüft. Heute gehen die Gespräche nach einem intensiven ersten Verhandlungstag weiter.
Wie schon gestern unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Aufgrund der überschaubaren Zahl an Parteien, die sich am Verfahren beteiligen, gab es anders als bei anderen Großprojekten wie dem S-Link oder der 380-kV-Leitung keine öffentliche Verhandlung, heißt es vom Land.
Fachgutachten sieht Gefahr für Lebensräume
Die Betreibergesellschaft hofft auf eine baldige, positive Entscheidung. Dann würde auch ein Baustart für die ersten Windräder auf Salzburger Boden konkret. Insgesamt 13 sollen es auf dem Windsfeld werden. Die Windräder sollen 150 bis 183,5 Meter hoch werden. Die geplante Leistung des gesamten Windparks liegt bei 54,6 Megawatt. Das würde die Versorgung von 25.000 Privathaushalten ermöglichen.
Einwände kommen unter anderem von Alpenverein, Naturschutzbund und Landesumweltanwaltschaft. „Es gäbe besser erschlossene Standorte für so ein Projekt“, sagt Naturschutzbund-Geschäftsführerin Ingrid Eichberger. Vor allem die in den Kurven bis zu acht Meter breite Zufahrtsstraße wird kritisch gesehen, auch in einem Fachgutachten des Landes. Nach Abschluss der Verhandlung wird der Bescheid ausgearbeitet.
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