Nur schwer aufzuspüren
Elefant tötet bei „Amoklauf“ 22 Menschen in Indien
Ein aggressiver Elefant hat im Osten Indiens 22 Menschen getötet – in nur zehn Tagen. Das Tier schlägt hauptsächlich in der Nacht zu und dringt in kleine Dörfer ein. Alle Versuche, das Tier zu betäuben, sind bislang gescheitert. Viele Bewohner in der Region schlafen nun aus Angst auf Dächern oder in Bäumen.
Der Elefantenbulle, der nur einen Stoßzahn hat, wurde offenbar von seiner Herde getrennt und zieht seitdem eine blutige Spur durch Dörfer in Jharkhand. Am Neujahrstag wurde der erste Todesfall – ein 35-Jähriger – gemeldet. Vier Tage später tötete das Tier gleich fünf Familienmitglieder. Am nächsten Tag wurden fünf weitere Menschen zu Todesopfern des aggressiven Dickhäuters, darunter befand sich ein Ehepaar und deren zwei Kinder.
Elefantenbulle schlägt meist nachts zu
Mittlerweile ist die Anzahl der Toten auf 22 angewachsen. Ein Mitarbeiter der Forstbehörde wurde von dem Tier ebenfalls zu Tode getrampelt. Der Elefantenbulle ist hauptsächlich in der Nacht unterwegs und kann pro Tag etwa 30 Kilometer zurücklegen. Die Bewohner der Region werden dazu aufgerufen, sich von Waldgebieten fernzuhalten und nachts nicht hinauszugehen.
Hier ist ein Screenshot aus einem Video zu sehen, das einen Amoklauf des aggressiven Bullen zeigt:
Drei Versuche, den Elefanten zu betäuben, scheiterten bereits. „Unser Team ist in höchster Alarmbereitschaft, und die Bemühungen zur Betäubung des Tieres werden wieder aufgenommen“, so Aditya Narayan, der zuständige Forstamtsleiter des Distrikts. Doch der„extrem aggressive“ Bulle ist nur schwer aufzuspüren: Die Beamten erklärten, die Unberechenbarkeit des Tieres und seine unvorhersehbaren Routen durch die Wälder machen es schwierig, seine Bewegungen zu verfolgen.
Elefanten verlieren zunehmend sichere Wanderrouten
Blutige Attacken durch Elefanten nehmen in Indien dramatisch zu: Durch die steigende Abholzung der Wälder verlieren sie immer mehr an Lebensraum und leiden unter Nahrungsmittel- und Wasserknappheit. Viele Gebiete, in denen die Tiere einst sichere Wanderrouten hatten, sind beispielsweise durch menschliche Siedlungsräume zerstört. Viele Dickhäuter werden durch Stromschläge, Zugkollisionen oder durch Giftköder getötet.
In den letzten fünf Jahren kamen mehr als 2800 Menschen bei Elefantenangriffen ums Leben. In einigen Dörfern wurden KI-gestützte Frühwarnsysteme eingeführt, um Elefanten, die in Siedlungen eindringen, zu erkennen und die Dorfbewohner zu schützen.









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