„Elektrisches Problem“

Am Weg nach Davos: Trumps Flugzeug musste umkehren

Außenpolitik
21.01.2026 07:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mit Hochspannung wird US-Präsident Donald Trump heute in der Schweiz erwartet, wo er beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos sprechen soll. Seine Ankunft verzögert sich aber: Die Air Force One war schon in der Luft, dann musste sie aufgrund eines „kleinen elektrischen Problems“ wieder umkehren.

Kurz nach dem Start am späten Abend (Ortszeit) habe die Besatzung an Bord der Präsidentenmaschine das Problem festgestellt, teilte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt mitreisenden Journalisten mit. Aus Vorsicht kehre man daher um, lande auf dem Militärflugplatz Joint Base Andrews nahe der US-Hauptstadt Washington und steige in ein anderes Flugzeug um. Die Reise verzögerte sich dadurch um rund zweieinhalb Stunden. In der Schweiz war Trumps Rede ursprünglich für Mittwoch um 14.30 Uhr geplant. Vor seinem Abflug hatte Trump erklärt, er habe „keine Ahnung“, wie sein Besuch in Davos verlaufen werde.

Präsidentenmaschine hat mehr als 30 Jahre am Buckel
Die beiden derzeitigen Maschinen, denen das Rufzeichen Air Force One zugeteilt wird, sind in die Jahre gekommen. Sie wurden in den 1990ern unter Präsident George H.W. Bush in Dienst gestellt. Im vergangenen Jahr nahm die US-Regierung trotz Korruptionsvorwürfen einen Luxusjet aus Katar als Geschenk an. Das US-Verteidigungsministerium kündigte umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen an, damit die Boeing 747 als Präsidentenmaschine genutzt werden kann. Um den Verdacht der Bestechlichkeit von Präsident Donald Trump auszuräumen, ging die 400 Millionen Dollar teure „Spende“ aus Katar offiziell an das Pentagon.

Die Air Force One musste zwischenzeitlich wieder auf der Joint Base Andrews landen.
Die Air Force One musste zwischenzeitlich wieder auf der Joint Base Andrews landen.(Bild: AFP/CHIP SOMODEVILLA)

Kirche als Zentrale
Trump reist mit der größten US-Delegation an, die das WEF je gesehen hat. Zur Zentrale haben die Amerikaner eine Kirche erkoren. Durch seinen Auftritt steht das Treffen der Topmanager und Spitzenpolitiker in den Schweizer Bergen dieses Jahr ganz im Zeichen der Geopolitik. Das Motto lautet „Im Geiste des Dialogs“. Und so hoffen die Europäer darauf, Trump im verwinkelten Kongresszentrum auch persönlich zur Rede stellen zu können. Zu besprechen gibt es genug: etwa die Annexionsfantasien für Grönland, Zollankündigungen gegen Verbündete und Pläne für einen umstrittenen „Friedensrat“.

Am Dienstag hatten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bereits die Chance, den Ton vorzugeben: Sie verurteilten Trumps Vorgehen mit Blick auf Grönland zwar, blieben aber vergleichsweise verhalten.

Trump zuversichtlich für Lösung
Einige Stunden vor seinem Start hatte sich Trump zuversichtlich, dass man eine Lösung finden werde, mit der die NATO und die USA „sehr glücklich“ sein werden. Gleichzeitig bekräftigte Trump seine Position, dass die USA Grönland aus Sicherheitsgründen bräuchten. Auf die Frage, wie weit er gehen würde, um die Insel in den Besitz der USA zu bringen, sagte Trump: „Das werden Sie sehen.“ Angesprochen darauf, dass die Grönländer nicht zu den USA gehören wollten, sagte Trump nun, wenn er mit ihnen spreche, würden sie sicher begeistert sein.

Auch Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) ist in Davos. Am Mittwoch ist unter anderem ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geplant, allerdings ist noch unsicher, ob Selenskyj nach Davos kommt. Laut Kiew hängt eine Teilnahme davon ab, ob es zu einem „substanziellen Treffen“ des ukrainischen Präsidenten mit Trump kommt. Schwerpunkt von Stockers wirtschaftspolitischen Arbeitstreffen ist die Umsetzung der neu beschlossenen österreichischen Industriestrategie.

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