Das Regime im Iran hat die jüngsten Massenproteste blutig niedergeschlagen. Die entsetzliche Bilanz: Rund 4500 Todesfälle, die laut Aktivisten verifiziert werden konnten. Tausende Fälle werden aber noch untersucht.
Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA verifizierte bisher 4519 Tote, wie aus einem Bericht der Aktivisten mit Sitz in den USA hervorgeht. Weitere knapp 9000 Todesfälle werden demnach noch untersucht. Neben 4251 getöteten Demonstranten kamen ihren Informationen nach auch 197 Sicherheitskräfte ums Leben.
Internet weiter gesperrt
Das Internet im Iran bleibt weiter gesperrt. Nur langsam dringen Aufnahmen nach außen, die das volle Ausmaß der gewaltsamen Niederschlagung der Massenproteste vom 8. und 9. Jänner zeigen.
Mediziner melden schreckliche Details
In ihrem Bericht verweisen die Aktivisten auf erschütternde Aufnahmen, die von Medizinern analysiert worden seien. Diese kommen demnach zu dem Schluss, dass einige der getöteten Demonstranten zuvor in Behandlung waren. Medizinische Geräte wie Katheter und Beatmungsschläuche an den Leichen nähren den Angaben zufolge den Verdacht, dass Verletzte nach Beginn einer Behandlung ums Leben kamen und ohne Todesfeststellung weggebracht wurden.
Irans Staatsführung macht „terroristische Elemente“ sowie die Erzfeinde USA und Israel für Gewalt bei den Massenprotesten verantwortlich. Hingegen gibt es viele Berichte von Augenzeugen der Proteste, die beschrieben, wie staatliche Sicherheitskräfte wahllos in die Menge schossen.
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