Ein fast 30 Jahre alter TV-Auftritt sorgt jetzt für neuen Wirbel um das norwegische Königshaus. Das Schlagwort des jüngsten Skandals: „Lysthuset“ – auf Deutsch: „Lusthaus“. In der Dating-Show suchte die heutige Kronprinzessin Mette-Marit einst öffentlich nach einem Date – während sie bereits schwanger mit ihrem ersten Sohn war.
Der brisante TV-Auftritt von Mette-Marit als „Bachelorette“ in der Dating-Show „Lysthuset“ gilt heute als so heikel, dass er praktisch im Archiv verschwunden ist. Beim Sender TV Norge landete die Folge endgültig „im Giftschrank“, wie norwegische Medien berichten: Programmdirektor Eivind Landsverk entschied bereits 2008, dass die Episode mit der späteren Kronprinzessin nie wieder ausgestrahlt werden darf.
100 Männer kämpften um ein Date mit Mette
Doch nun sorgen neu veröffentlichte Bildausschnitte aus der Sendung erneut für Wirbel. 1996 trat die damals 23-jährige Norwegerin in der Dating-Show an, um erobert zu werden.
Rund 100 Männer kämpften um ein Date mit ihr. Vor laufender Kamera plauderte Mette-Marit offen über Männer, Musik und sogar über Sex. Auf den jetzt wieder aufgetauchten Bildern trägt sie Leoparden-Leggings, ein schwarzes Top und eine Federboa – ein Look, der kaum zu dem royalen Image passt, das viele heute mit ihr verbinden.
Besonders brisant: Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung war sie bereits schwanger mit ihrem Sohn Marius Borg Høiby.
„Schwäche für böse Jungs“
Die Sendung zeichnete das Bild einer abenteuerlustigen jungen Frau. Laut Moderatorin der Show galt Mette-Marit damals als Weltenbummlerin mit einer Vorliebe für „bad boys“, also „böse Jungs“. Am Ende der Show setzte sich ein Kandidat mit dem Spitznamen „Todestänzer“ durch und gewann das Date mit der späteren Royal.
Der Vater ihres ungeborenen Sohnes, Morten Borg, war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr an ihrer Seite. Die Beziehung der beiden endete noch vor der Geburt ihres Kindes.
Ihr Leben nahm eine entscheidende Wendung, als sie 1999 auf dem Quart-Festival den norwegischen Thronfolger Haakon kennenlernte. Die beiden verlobten sich Ende 2000 und heirateten im August 2001 im Osloer Dom. Mit Haakon bekam sie zwei weitere Kinder: Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus.
Kritischer Zeitpunkt für die Monarchie
Der Zeitpunkt könnte heikler kaum sein: Ausgerechnet jetzt taucht der alte TV‑Auftritt von Mette‑Marit wieder auf – während die norwegische Königsfamilie ohnehin unter besonderer Beobachtung steht. Seit Monaten sorgen die sogenannten Epstein-Files für Wirbel, in denen die Kronprinzessin in E‑Mails mit dem später verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung gebracht wird. Auch ihr Aufenthalt in seiner Villa in Florida wurde öffentlich.
Der Hof reagierte mit einer ungewöhnlich offenen Erklärung. Mette‑Marit bat schriftlich um Entschuldigung und zeigte sich tief betroffen über ihre damalige Nähe zu Epstein: „Es ist mir wichtig, Entschuldigung zu allen zu sagen, die ich enttäuscht habe.“ Teile der veröffentlichten Nachrichten entsprächen nicht dem Menschen, der sie sein wolle, heißt es weiter. Zugleich bedauere sie, das Königshaus – insbesondere König Harald V. und Königin Sonja – in eine belastende Lage gebracht zu haben. Der Palast betonte, man verstehe die starken Reaktionen und die Kronprinzessin distanziere sich klar von Epsteins Taten.
Nicht in der Lage für Stellungnahme
Doch Mette‑Marit ist derzeit nicht in der Lage, ausführlicher Stellung zu beziehen. „Die Kronprinzessin befindet sich in einer sehr schwierigen Situation und braucht Zeit, um sich zu sammeln“, erklärte der Hof. Diese schwierige Lage hat mehrere Ebenen: Ihr Name taucht in den Akten zum Epstein‑Fall Hunderte Male auf, und der Kontakt soll über Jahre bestanden haben – auch nach Epsteins erster Verurteilung. In Norwegen hat das erhebliche Kritik ausgelöst.
Hinzu kommt, dass in Oslo gerade ein Vergewaltigungsprozess gegen ihren ältesten Sohn Marius Borg Høiby stattfindet. Und auch gesundheitlich ist die Lage ernst: Die Kronprinzessin kämpft mit einer chronischen Lungenkrankheit und benötigt eine Lungentransplantation, für die die Vorbereitungen bereits begonnen haben.
Inmitten all dieser Belastungen wirkt das Wiederauftauchen eines alten TV‑Clips wie ein weiterer Schatten, der sich über eine ohnehin schwierige Phase für die norwegische Monarchie legt – und besonders über die Frau an der Seite des Thronfolgers.
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