„Adlerauge“ Takats:

Skicrosser braucht nach Horror-Sturz jetzt Brille

Wintersport
12.03.2026 09:00
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Skicrosser Tristan Takats stürzte beim Weltcup-Rennen in der Schweiz Ende Jänner schwer, erlitt Knieverletzungen und einen Halswirbelbruch – jetzt muss der 30-Jährige sogar eine Brille tragen. 

„Dass ich etwas schlechter sehe, ist mir das erste Mal beim Videospielen im Krankenhaus aufgefallen. Da hab ich alles doppelt gesehen“, lacht Skicrosser Tristan Takats. Der nach seinem Horror-Sturz Ende Jänner in Veysonnaz seinen Schmäh nicht verloren hat, der schweren Knieverletzung samt Halswirbelbruch nach mehreren OPs ab nächster Woche bei der Reha in Graz den Kampf ansagen wird.

Tristan Takats muss seit seinem Sturz eine Brille tragen.
Tristan Takats muss seit seinem Sturz eine Brille tragen.(Bild: privat)

„Habe früher gesehen, wie ein Adler“
Dabei tat sich nach dem Sturz beim Niederösterreicher noch eine dritte Baustelle auf, er trägt jetzt eine Brille. Wie das? „Ich hatte schon vorher eine Hornhautverkrümmung. Bislang konnte das Hirn das noch ausgleichen, die Verletzungen und OPs waren dann aber vermutlich zu viel, deswegen ist das aufgekommen“, erklärt Takats, der seine Augen nun lasern lassen möchte. „Ich habe früher gesehen wie ein Adler, gerade in die Ferne. Das ist jetzt vorerst vorbei.“

(Bild: GEPA)

„Lust, einfach Ski zu fahren“
Ebenso war es das vorerst mit dem Kampfgewicht des 30-Jährigen, er verlor rund acht Kilo Muskelmasse. „Das ist die logische Konsequenz, wenn du weder Ober- noch Unterkörper wirklich bewegen kannst“, erzählt Takats, der den Start des Muskelaufbautrainings kaum erwarten kann. Bis dahin ist es noch ein langer Weg, mittlerweile kann er zumindest wieder auftreten. Ein Karriereende stand für ihn trotz der schweren Verletzungen nie im Raum, zu groß sei nach wie vor die Lust „einfach Ski zu fahren“.

Auf Social Media hautnah dabei
Seinen Weg zurück in den Weltcup teilt Takats mit seinen Fans in Form von Videobeiträgen in den sozialen Medien. „Ich denke, dass es recht interessant ist zu sehen, wie man sich als Profi-Sportler von solch einer schweren Verletzung erholt. Und in weiterer Folge dann wieder zur Wettkampfform findet.“

Medaillengewinner macht Hoffnung
Hoffnung schöpfte er ausgerechnet bei den schmerzlich verpassten Olympischen Spielen in Italien, die er in „Selbstgeiselung“ von der Couch aus täglich mitverfolgte. Dort holte der 40-jährige Alex Fiva im Skicross-Bewerb Bronze. „Er war damals bei meinem Sturz involviert“, grinst Takats. „Aber ich werde auch nicht jünger. Es war cool zu sehen, dass ich mich deswegen noch nicht selbst abschreiben muss, dass noch etwas drin ist!“

Kilian Wazik

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