„Nicht entkleidet“

Kiewer Nachrichtenportal empfiehlt Sex gegen Kälte

Ausland
17.01.2026 14:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Seit mehr als einer Woche haben die Einwohnerinnen und Einwohner Kiews kaum Heizung, Strom und Wasser. Wohnungen kühlen aus, im Freien herrscht strenger Frost mit zweistelligen Minusgraden. Das Nachrichtenportal „Ukrajinska Prawda“ sammelte jetzt Tipps, wie die Menschen warm bleiben könnten. Darunter sind einige skurrile Dinge.

So soll die Bevölkerung etwa auf Umarmungen, Kuscheln und Sex setzen, aber „nicht vollständig entkleidet“. „Das ist ein gutes Anti-Stress-Mittel: Umarmungen und Sex senken den Stresspegel“, zitiert das Nachrichtenportal eine Ärztin. In den Wohnungen und Häusern könnte ein Zelt aufgestellt oder eine Höhle gebaut werden, gepolstert mit Decken oder Pelzmänteln. Darin könne es fünf bis sieben Grad wärmer sein als außen, heißt es. Im Auto soll hingegen keinesfalls geschlafen werden.

Ein weiterer Tipp ist es, nur das kleinste Zimmer zu heizen, wenn es eine Wärmequelle in der Wohnung gebe. „Die Familie dort versammeln, Fenster und Türen abdichten“, wird empfohlen. Auch Bewegung könne helfen, beispielsweise alle 30 bis 40 Minuten „etwas Gymnastik, aktive Spiele oder Tanzen“. Von intensivem Sport wird wiederum abgeraten.

Aufwärmstuben der Stadt wurden auch mobil in Zelten eingerichtet.
Aufwärmstuben der Stadt wurden auch mobil in Zelten eingerichtet.(Bild: AP/Vladyslav Musiienko)
Die Stromversorgung ist laut Bürgermeister Vitali Klitschko weiter schwierig.
Die Stromversorgung ist laut Bürgermeister Vitali Klitschko weiter schwierig.(Bild: EPA/SERGEY DOLZHENKO)

Stadt richtete Aufwärmstuben ein
Die Stadt Kiew hat bereits ungefähr 1200 Aufwärmstuben in Schulen, Kindergärten und ähnlichen Gebäuden oder mobil in Zelten eingerichtet. Dort können die Einwohnerinnen und Einwohner warme Getränke konsumieren, Powerbanks oder Laptops aufladen. Etwa 50 Wohnblöcke seien noch ohne Heizung, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Samstag mit. Nach einem massiven russischen Luftangriff am 9. Jänner war zunächst für 6000 Häuser die Fernwärme ausgefallen. Das ist ungefähr die Hälfte des derzeitigen Wohnungsbestands.

Weiterhin schwierig ist laut Klitschko die Stromversorgung. In vielen Wohnungen gibt es wegen Notfallabschaltungen nur für wenige Stunden Strom. In der Nacht auf Samstag griff das russische Heer den Vorort Butscha an, wodurch wieder für 56.000 Haushalte der Strom ausfiel. Das Winterwetter erschwert die Reparaturarbeiten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Klitschko Vorwürfe gemacht, Kiew nicht ausreichend auf eine Notlage vorbereitet zu haben. Der Ex-Boxweltmeister weist das zurück.

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