In wenigen Tagen geht’s bei den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina ans Eingemachte – oder besser gesagt: um Medaillen. Die „Krone“ zeigt, welche niederösterreichischen AthletInnen beim Spektakel in Italien dabei sind. Und, wer sich auch etwas ausrechnen darf . . .
„Wir haben uns irrsinnig gefreut. Dass wir gleich so viele Athletinnen und Athelten auf die Olympische Piste schicken können, ist gewaltig“, strahlt Landesskiverband-Präsident Wolfgang Labenbacher. Der auch weiß, dass bei den Ski-Fahrerinnen die interne Konkurrenz traditionell groß ist. Die routinierte Technik-Spezialistin Kathi Huber gehört regelmäßig zu den besten Österreicherinnen, belegte kürzlich in Spindlermühle den 7. Platz. Auch in Peking 2022 war die 30-jährige St. Georgenerin bereits im ÖSV-Kader. „Da hat man den Olympia-Flair schon richtig gespürt, Italien wird so nahe an der Heimat stimmungstechnisch aber sicher noch einmal eine ganz andere Nummer“, strahlt Huber.
Kathi Gallhuber (28) holte in Pyeongchang 2018 Silber im Team und Bronze im Slalom. Die Göstlingerin kämpft zwar aktuell etwas mit Formproblemen, war beim letzten Weltcuprennen in Spindlermühle nur 14., aber „kann dafür richtig unbeschwert und locker an den Start gehen, weil ich nur überraschen kann.“
Die beiden Snowboard-Kapazunder Benjamin Karl und Jakob Dusek gehören indes zu den größten rot-weiß-roten Medaillenhoffnungen. „Boarder-König“ Karl ist fünffacher Weltmeister, mehrfacher Sieger im Gesamt- und Parallelweltcup, holte bereits Gold in Peking 2022. „Ich bin in der Form meines Lebens“, grinst der 40-jährige Wilhelmsburger, der trotzdem zum letzten Mal auf Medaillenjagd geht.
Boardercrosser Dusek (29) holte sich nach überstandenem Kreuzbandeinriss zuletzt in China den Sieg. „Großartig, damit ist viel Druck abgefallen“, freut sich „Jacky“. Der Herzogenburger ist Weltmeister von 2023 und gewann vergangene Saison drei Weltcup-Rennen.
Pia Zerkhold, im Team mit Dusek Weltmeisterin 2023, ist sogar die einzige Frau im Boardercross-Nationalteam. Peking verlief für sie mit Platz 25 noch enttäuschend. Aber: „Aus meinen Fehlern im Einzelbewerb habe ich gelernt, der Schlüssel zum Erfolg ist Spaß haben und cool bleiben“, erzählt die Scheibbserin, die im Weltcup derzeit am elften Platz rangiert.
Im Skicross raste der Retzer Johannes Aujesky (32) vor Weihnachten als Zweiter in Arosa aufs Stockerl und hält sich derzeit auf dem sechsten Platz. Tristan Takats (30) wäre wohl auch im ÖSV-Aufgebot gestanden, fällt jedoch leider nach schwerem Sturz in Veysonnaz jedenfalls aus.
Snowboard Parallel-RSL Herren: 8.2, ab 9:30
Team-Kombination Damen-Slalom: 10.2, 14:00
Snowboardcross Herren: 12.2, ab 10:00
Snowboardcross Damen: 13.2, ab 10:00
Riesenslalom Damen: 15.2, 10/13:30
Snowboardcross Mixed-Team: 15.2, ab 13:45
Monobob Frauen: 15.2, 10/11:50 16.2, 19/21
Zweierbob Herren: 16.2, 10/12 17.2, 19/21
Slalom Damen: 18.2, 10/13:30
Zweierbob Frauen: 20.2, 18/19:50 21.2, 19/21
Skicross Herren: 21.2, ab 10:00
Viererbob Herren: 21.2, 10/12 22.2, 10/12:15
Anders als Bob-Pilotin Katrin Beierl. Die 32-Jährige beweist nach ihrem Schlaganfall 2022 ein weiteres Mal ihr Kämpferherz, will trotz ihres jüngsten Mittelfußknochenbruches samt OP in Italien antreten. Die Mödlingerin, die sich zuletzt im Einser drei Podestplätze und EM-Silber „erschlitterte“, wird im Zweier aber im Sitzen trainieren müssen.
Der Weg vom Leichtathleten zum Anschieber ist bekanntlich ein gängiger. Christania Williams, Leo Sares und Daiyehan Nichols-Bardi sind alle eigentlich Sprinter, bewiesen sich aber bereits im Eiskanal.
Neo-Österreicherin Williams (31), die jamaikanische Wurzeln hat, wurde bei der EM mit Beierl im Zweier Fünfte. Mit Sares (21) gab’s im Vierer von Markus Treichl einige Top-10-Ergebnisse, zwei Startbestzeiten und sogar einen österreichischen Rekord. Während Daiyehan Nichols-Bardi (24) im Zweier mit Treichl regelmäßig unter die besten Zehn fährt.
Die letzte im Bunde der elf blau-gelben Asse ist die 24-jährige Langläuferin Magdalena Scherz. Die bei ihrer Olympia-Premiere freilich nur Außenseiterchancen hat. Wobei: Der 7. Platz beim Teamsprint im Dezember in Davos (Sz) macht auch ihr Hoffnung.
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