Der künftige US-Botschafter auf Island hat bereits vor seinem Amtsantritt für Verstimmung bei den Bewohnerinnen und Bewohnern gesorgt: Billy Long witzelte, dass die Insel im Nordatlantik der 52. US-Bundesstaat und er dessen Gouverneur werden könne.
Die Isländerinnen und Isländer zeigten sich verärgert und starteten eine Petition, die Außenministerin Katrín Gunnarsdóttir auffordert, Long als Botschafter abzulehnen. Der republikanische Ex-Kongressabgeordnete habe die Worte möglicherweise nicht ganz ernst gemeint, „doch sie sind eine Beleidigung für Island und die Isländer, die für ihre Freiheit kämpfen mussten und stets Freunde der Vereinigten Staaten waren“, heißt es darin. Am Freitagvormittag hatten ungefähr 4100 Menschen die Petition unterschrieben. Island hat insgesamt etwa 400.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Long entschuldigte sich inzwischen für die Äußerung und betonte, dass es sich um einen Scherz gehandelt habe. „Wenn sich jemand dadurch beleidigt gefühlt hat, entschuldige ich mich“, sagte der künftige US-Botschafter. Longs angeblicher Witz kommt in einer angespannten diplomatischen Lage zwischen Grönland, Dänemark und den Vereinigten Staaten. US-Präsident Donald Trump hat mehrfach gesagt, die dänische Insel Grönland kaufen oder notfalls annektieren zu wollen.
Gemeinsamkeit mit Grönland
Island ist Teil des Europäischen Wirtschaftsraums sowie Gründungsmitglied der NATO. Genau wie Grönland gehörte die Insel einst zu Dänemark, seit 1918 ist sie unabhängig und seit 1944 eine Republik. 2015 zog das Land einen EU-Beitrittsantrag zurück. Die USA garantieren der isländischen Regierung militärischen Schutz aufgrund eines bilateralen Vertrags. Bis vor 20 Jahren waren auch US-Streitkräfte auf der Insel.
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