Antonius der Große wird am Land stark verehrt, ist er doch als Viehheiliger bekannt. Rund um den Gedenktag des „Fåckntoni“ wird in den Kirchen gefeiert, Schweinernes wird versteigert, Ställe werden gesegnet.
Den Namen Antonius tragen gut 20 Heilige; sehr bekannt und beliebt unter ihnen sind Antonius von Padua, der Heilige für Suchende, der „Schlamper-Toni“, dessen Gedenktag auf den 13. Juni fällt, und Antonius der Große, der Sautoni, der am 17. Jänner auf dem Kalender steht.
Der Einsiedler und Vater der Mönche
Antonius der Große wurde um 251 in Ägypten in eine wohlhabende Familie geboren, verschenkte nach dem Tod seiner Eltern seinen Besitz an die Armen und wurden Einsiedler – zunächst lebte er in der Wüste, dann auf einem Berg nahe dem Nil.
Als die Christen verfolgt wurden, floh er nach Alexandria, wo er gefangene Glaubensbrüder stärkte. Danach kehrte er in die Wüste zurück, wo ihn viele Kranke und Geistliche besuchten, um Rat oder auch Heilung zu bekommen. 356 – im Alter von 105 Jahren – soll Antonius gestorben sein.
Weil nach seinem Vorbild viele in die Wüste zogen und Einsiedlergemeinden entstanden, gilt Antonius als „Vater der Mönche“.
Er galt als einzige Chance beim gefürchteten Antoniusfeuer
Wie alle Heiligen wird er um Schutz in vielen unterschiedlichen Belangen angerufen, beispielsweise bei Feuersnot und Hautkrankheiten oder beim im Mittelalter gefürchteten, tödlichen Antoniusfeuer, durch das Menschen verfaulten - durch Pilze befallenes Getreide löste die Epidemie aus, was damals aber noch niemand ahnen konnte. Antonius ist zudem Viehheiliger, Patron der Bauern und Hirten, aber auch der Fleischhauer, Zuckerbäcker, Totengräber, Ritter, Weber und der Haustiere – besonders der Schweine.
Dargestellt wird Antonius meist mit einem Schwein. Das könnte daher rühren, dass die Versuchungen, denen der Einsiedler in der Höhle in der Wüste ausgesetzt gewesen war, von vielen Künstlern als Schwein dargestellt wurden. So kam der Heilige auch zu den liebevoll gemeinten Namen Sautoni und Fåckntoni.
Auch der 1059 gegründete Antoniter-Orden hängt mit dem Beinamen des Antonius zusammen. Die Antoniter hatten ein Privileg: Sie durften Schweine, die Antonius-Schweine, denen sie Glocken umhängten, frei laufen lassen und die Menschen in der Gegend fütterten die Tiere. Heute noch werden am Gedenktag des Viehheiligen, am 17. Jänner, die Ställe gesegnet.
Die Pfarre Ettendorf lädt am Samstag, 17. Jänner, zu Ehren des zweiten Patrons der Pfarre um 10.30 Uhr zum Festgottesdienst (musikalische Gestaltung: Singgemeinschaft Ettendorf) in die Pfarrkirche und anschließend zum 44. „Toni-Kirchtag“ im ehemaligen Gasthaus „Oberer Wirt“ ein.
In der Pfarre Mieger wird dem heiligen Antonius am Anbetungstag mit Gottesdiensten um 10.30 und 18 Uhr gedacht.
In der Filialkirche Klein St. Veit der Pfarre St. Georgen am Weinberg findet um 10 Uhr ein Gottesdienst zu Ehren des Viehheiligen statt.
Die Pfarre Stift Griffen feiert am Gedenktag des Heiligen um 9 Uhr in der Filialkirche Gletschach die „Sautoni-Messe“ mit der Bitte um Segen in der Tierhaltung.
In der Pfarrkirche St. Peter bei Grafenstein wird Antonius mit einer Messe um 16 Uhr gedacht.
Gottesdienste zu Ehren des Viehheiligen werden am 17. Jänner auch in der Filialkirche Längdorf der Pfarre St. Jakob im Rosental (9 Uhr), in der Filialkirche Siegelsdorf der Pfarre St. Marein (9 Uhr), in der Filialkirche Gösselsdorf der Pfarre Eberndorf (9.30 Uhr), in der Filialkirche Dröschitz der Pfarre Köstenberg (10 Uhr), in der Pfarrkirche Pölling (10 Uhr), in der Filialkirche St. Margarethen der Pfarre Keutschach (10 Uhr), der Filialkirche St. Lorenzen der Pfarre St. Peter am Wallersberg (15 Uhr), in der Pfarrkirche St. Ruprecht bei Völkermarkt (18 Uhr) gefeiert.
In der Pfarre Schwabegg wird im Namen des Viehheiligen am Sonntag, 18. Jänner, um 10 Uhr ein Gottesdienst gefeiert, anschließend werden auf dem Dorfplatz Schweine versteigert. Ebenfalls am Sonntag, 18. Jänner, feiert die Pfarre Gorentschach in der Filialkirche St. Radegund um 10 Uhr eine heilige Messe zu Ehren des Sautoni mit der Bitte um Segen in der Tierhaltung.
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