Nach Mega-Prozess
62 Mafiosi müssen in Italien 500 Jahre in Haft
In einem der größten Prozesse der letzten Jahre sind in Mailand 62 Mafiosi zu insgesamt 500 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Verfahren, bekannt unter dem Decknamen „Hydra“, richtete sich gegen ein Bündnis der drei mächtigsten Mafia-Organisationen Italiens: Cosa Nostra, ’Ndrangheta und Camorra.
Das Gericht sprach die Urteile am Montagabend in einem Hochsicherheitsaal im Opera-Gefängnis in Mailand aus, nachdem Ermittler monatelang Beweise gesammelt hatten und der Prozess seit Mai 2025 lief. Die höchste Einzelstrafe beträgt bis zu 16 Jahre Haft.
Das Bündnis soll in der wirtschaftsstarken Lombardei gemeinsam Drogenhandel, Erpressung, Geldwäsche und weitere Finanzdelikte organisiert haben.
Die Ermittlungen hatten sich unter anderem auf abgefangene Treffen und Absprachen zwischen Mitgliedern der Gruppen gestützt. Die Staatsanwaltschaft betonte, die drei Organisationen hätten systematisch zusammengearbeitet und so ein „lombardisches Mafia-System“ gebildet.
Weitere Prozesse in Aussicht
45 weitere Beschuldigte sehen sich noch mit einem vollständigen Verfahren konfrontiert. Pikant: Ursprünglich hatten Richter schon 2023 zahlreiche Haftbefehle abgelehnt, erst das oberste italienische Gericht setzte sie später durch.









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