Russische Streitkräfte haben wohl aus Rache für ukrainische Attacken gegen russische zivile Infrastruktur einen Großangriff auf militärisch-industrielle Anlagen in der Ukraine gestartet.
In vielen Regionen der Ukraine fallen die Temperaturen nachts derzeit in den zweistelligen Minusbereich. Der Staatschef des kriegsgebeutelten Landes, Wolodymyr Selenskyj, wirft dem Kreml vor, die Kälte auszunutzen und ebenfalls als Waffe einzusetzen.
Aktuell ist ein besonders heftiger Angriff im Gange: Mit bodengestützten Präzisionswaffen richte er sich gegen Energieinfrastrukturanlagen und Unternehmen des „militärisch-industriellen Komplexes“, hieß es am Dienstag aus dem Verteidigungsministerium.
Zuvor hatte sich Selenskyj unter Berufung auf Geheimdienstinformationen alarmiert gezeigt und Moskau in seiner abendlichen Videobotschaft vorgeworfen, erneut im großen Stil angreifen zu wollen. Konkret sprach er von Drohnen zur Ausschaltung der Flugabwehr und Raketen. Dies könne in den nächsten Tagen geschehen, die Menschen sollten daher unbedingt den Luftalarm beachten.
Die Lage in Charkiw in Bildern:
Vier Tote nach Drohnenangriff nahe Charkiw
Unterdessen sind bei einem russischen Angriff am Stadtrand von Charkiw im Nordosten der Ukraine nach ukrainischen Angaben vier Menschen getötet worden. Zudem sechs weitere Menschen verletzt worden, erklärte der Gouverneur der Region Charkiw, Oleh Synehubow, am Dienstagmorgen im Onlinedienst Telegram. Nach Angaben des Bürgermeisters von Charkiw, Igor Terechow, traf eine russische Langstreckendrohne eine medizinische Einrichtung für Kinder und löste ein Feuer aus. Bei der Attacke sei ersten Erkenntnissen zufolge niemand verletzt worden.
In der südöstlichen Region Saporischschja waren bei russischen Angriffen Explosionen zu hören, wie der Regionalgouverneur Iwan Fedorow im Onlinedienst Telegram mitteilte. In der Hauptstadt Kiew rief der Leiter der dortigen Militärverwaltung, Timur Tkatschenko, die Einwohner angesichts laufender russischer Angriffe mit ballistischen Raketen zu Vorsicht auf.
Auch Opfer in Russland
Am Montagabend ist bei einem ukrainischen Drohnenangriff russischen Angaben zufolge ein Mensch im Grenzgebiet Brjansk getötet worden. Er sei unterwegs in einem Auto im Dorf Stratschowo nahe der Grenze zur Ukraine ums Leben gekommen, teilte der Gouverneur der Region, Alexander Bogomas, mit.
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