Salzburger bei Olympia

Für manche braucht‘s ein Wunder am letzten Abdruck

Salzburg
12.01.2026 09:00

Zwei Wochen vor Bekanntgabe der Kader haben die meisten Salzburger Kandidaten für Olympia relative Gewissheit bezüglich ihrer Teilnahme.  Einige Athleten müssen aber noch zittern.

Nein, leicht macht es einem die Berechnung nicht. Schließlich erhalten die Olympia-Teilnehmer ihre Tickets durch Quotenplätze pro Nation. Zwar zählt Österreich traditionell zu den zehn bis zwölf personell am stärksten vertretenen Nationen. Das hängt aber stark davon ab, ob kleinere Länder ihre Kontingente überhaupt in Anspruch nehmen. Vor Weihnachten gab es lediglich die Gewissheit, dass Rot-Weiß-Rot 66 Fixplätze hat. Rechenspiele gehen eine Woche vor Ende des Quali-Zeitraums aber eher von 110 aus.

In Peking waren 20 dabei
Salzburg? Schickte 2022 20 Aktive nach Peking. Aktuell sind es fix wohl lediglich elf bis 14. Die meisten Kandidaten aus dem Land, das seit 1992 stets Edelmetall errungen hat, können sich ihrer Teilnahme sicher sein, denkt man etwa an Überflieger Stefan Kraft oder Loipenfloh Teresa Stadlober. In der zweiten Reihe erfahren einige wirklich erst am letzten Abdruck, ob sie dabei sind.

Bei den Biathleten ist von Simon Eder und wohl auch Anna Andexer abgesehen offen, wer mitfährt. Fabian Müllauer und der für den HSV Saalfelden startende Tiroler Fredrik Mühlbacher haben Chancen. Lea Rothschopf ist nur dabei, wenn sie in Ruhpolding startet und stark punktet. Mühlbacher wird dort fix fehlen.

Darf auf Olympia hoffen: Biathlet Anna Andexer
Darf auf Olympia hoffen: Biathlet Anna Andexer(Bild: GEPA)

Ähnliches gilt für Skispringerin Chiara Kreuzer. Sie ist heuer ohne Weltcuppunkte. Und braucht wie Abfahrer Stefan Rieser ein Wunder, um auf den Zug aufzuspringen. Skibergsteigerin Sarah Dreier – die Pinzgauerin kürte sich bei der Erztrophy zur Individual-Staatsmeisterin – hat das Pech, dass im Sprint Johanna Hiemer zu stark ist. Am spannendsten ist, ob beide Rettenegger-Brüder in der Kombi dabei sind. Die Formkurve spricht für Thomas und Stefan. Ersterem könnte im internen Vergleich einzig schaden, dass er seine Weltcup-Siege im nichtolympischen Massenstart gefeiert hat.

Rechtzeitig vor Olympia retour: Buckelpisten-Spezialistin Katharina Ramsauer
Rechtzeitig vor Olympia retour: Buckelpisten-Spezialistin Katharina Ramsauer(Bild: Andreas Tröster)

Ein Wackelkandidat ist Freeskier Lukas Müllauer (kein Saisonergebnis), für den aber Erfolge der Vergangenheit sprechen. Buckelpisten-Fahrerin Katharina Ramsauer feierte indes eben nach zehnmonatiger Verletzungspause (Schulter) ihr Comeback zur rechten Zeit. Im Langlauf könnte ein Salzburger Duell entscheiden. In dem hat Peking-Teilnehmer Michael Föttinger, der heuer bei der Tour de Ski sein bestes Distanz-Ergebnis im Weltcup eingefahren hat, die Nase vor Lukas Mrkonjic.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Salzburg

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung