Aktuelle Planungszahlen der Sozialabteilung des Landes zeigen großen Bedarf an Pflegekräften in den kommenden zehn Jahren auf. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Salzburg steigt deutlich.
Wenige Tage, bevor die schwarz-blaue Koalition im Landtag das Aus für den Pflege-Bonus ab Juli beschloss, präsentierte die eigene Sozialabteilung im Dezember ein brisantes Papier. Die „Bedarfsplanung Langzeitpflege“ zeigt, wie groß in Salzburg der Bedarf an zusätzlichem Personal in der Pflege ist. Bis 2035 fehlen demnach 1540 Mitarbeiter. Besonders groß ist der Bedarf bei Pflegekräften und der Pflegeassistenz.
Dabei wird die Zahl der Pflegebedürftigen voraussichtlich stark steigen. Laut aktueller Prognose steigt die Zahl der Über-85-Jährigen bis 2035 gegenüber 2024 um mehr als 60 Prozent. Die Sozialabteilung rechnet mit 4500 Menschen zusätzlich, die bis dahin professionelle Betreuung brauchen. Besonders alarmierend ist der Schluss, den die Beamten daraus ziehen: „Pensionierungen und Berufsaustritte können voraussichtlich ausgeglichen werden. Ein Leistungsausbau ist nicht möglich“, heißt es im Papier, das der „Krone“ vorliegt.
FPÖ-Soziallandesrat Wolfgang Fürweger wollte zu den Zahlen nicht Stellung nehmen. Es handle sich um ein Arbeitspapier, das erst fertiggestellt werde. AK-Präsident und SPÖ-Chef Peter Eder sagt: „Diese Zahlen sind alarmierend. Sie bestätigen, dass die aktuelle Lücke nicht zu füllen ist. Die Belastung wird noch mehr. Es zeigt sich: Bei der Pflege zu sparen, ist das falscheste, was man machen kann.“ Die neuesten Zahlen werden sicher auch bei der Klausur der Landesregierung heute und morgen in Anthering Thema sein.
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