Hoffnung für den Linzer Flughafen: Es gibt Bewerbungen für die Wiederanbindung des Airports an das internationale Drehkreuz Frankfurt. Das Land Oberösterreich will die Verbindung fördern – und muss dafür wohl tief in die Tasche greifen, denn in der Vergangenheit verursachte die Strecke hohe Verluste.
Im November hatte das Land Oberösterreich die kurz zuvor eingestellte Flugverbindung von Linz nach Frankfurt ausgeschrieben – Donnerstagmittag endete die Bewerbungsfrist. Für den finanziell angeschlagenen Linzer Airport ist die Wiederanbindung an das Drehkreuz zentral.
Und es gibt Hoffnung, denn wie berichtet, sind mehrere Bewerbungen eingetroffen. „Jetzt erfolgt die Prüfung der Angebote, und die Verhandlungen starten in der kommenden Woche“, sagt Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP). Bereits ab 29. März soll die Destination wieder angeflogen werden. Wie viele und welche Airlines sich beworben haben, will man aber nicht verraten.
Kooperation mit Lufthansa wohl nötig
In der Vergangenheit wurde die Strecke ausschließlich von Airlines der Lufthansa-Gruppe bedient. Das scheint auch für die Zukunft realistisch. Zumindest sollte der künftige Anbieter mit der deutschen Airline kooperieren – nur so wären reibungslose Anschlussflüge ab dem Lufthansa-Drehkreuz Frankfurt möglich.
„AUA machte mit der Strecke 2025 fünf Millionen Euro Verlust“
Das Land Oberösterreich ist jedenfalls bereit, die Strecke mit öffentlichen Geldern zu fördern. Dafür muss man aber wohl tief in die Tasche greifen. Zuletzt wurde die Verbindung von den Austrian Airlines angeboten, und dazu meint der für gewöhnlich gut informierte Luftfahrtexperte Kurt Hofmann: „Die AUA machte mit der Frankfurt-Strecke 2025 fünf Millionen Euro Verlust.“ Die AUA selbst will solche „wirtschaftlichen Details“ nicht kommentieren. Im Vorjahr sprach die Airline jedoch von „massiven Verlusten“ durch die Strecke.
Laut Ausschreibung will das Land die Nettokosten der Flugverbindung decken und gesteht der Airline, die den Zuschlag erhält, auch einen „angemessenen Gewinn“ zu. Rechnet man den kolportierten letztjährigen Verlust der AUA auf vier Jahre hoch – denn für diesen Zeitraum ist die Ausschreibung angelegt -, dann kommt auf das Land also eine namhafte Millionensumme zu. Landesrat Achleitner will sich zu konkreten Förderbeträgen aus „verhandlungstaktischen Gründen“ nicht äußern.
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