Die „Kindergesundheit Deutschlandsberg“ nimmt am Donnerstag den Betrieb auf. Das Angebot sichert nach vielen Monaten wieder die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen im Bezirk.
Der kleine Bär mit rotem Pfeil ist vor dem Haupteingang des Krankenhauses in Deutschlandsberg nicht zu übersehen. Folgt man den tierischen Wegweisern, kommt man bei der „Kindergesundheit Deutschlandsberg“ an.
„Ich freue mich, jetzt endlich hier tätig werden zu können“, sagt Oberärztin Mirjam Scheithauer. Nach einem halben Jahr Planung, Organisation und Umsetzung nimmt die neue Kinderambulanz am LKH Deutschlandsberg am Donnerstag ihren Betrieb auf. Damit wird das Versorgungsangebot für Kinder und Jugendliche in der Region wieder garantiert.
Kein Kinderarzt gefunden: „Hat mich erschüttert“
Bereits seit vergangenem Frühjahr gibt es im Bezirk Deutschlandsberg nämlich keinen Kassen-Kinderarzt mehr (wir haben berichtet). Als Lösung für das Problem wurde die „Kindergesundheit“ geschaffen – ein Modellprojekt von Land Steiermark, Gesundheitsfonds, Versicherungsträgern und Kages.
„Es ist undenkbar, dass eine so große Region ohne pädiatrische Versorgung dasteht“, sagt Reinhold Kerbl, Leiter der Kinderklinik Leoben. Der Primar, der bereits beim Pilotprojekt „Kindergesundheit Liezen“ im Jahr 2022 mitwirkte, war nun auch federführend an der Umsetzung der neuen Kinderambulanz in der Weststeiermark beteiligt. „Er hat uns nicht nur fachlich begleitet, sondern auch mit viel Humor. Ab jetzt können wir Familien mit Rat und Tat zur Seite stehen“, freut sich Scheithauer mit ihrem Ordinationsteam.
Es hat mich erschüttert, als kein neuer Kinderarzt für den Bezirk gefunden werden konnte.

Othmar Grabner, Ärztlicher Direktor LKH Südweststeiermark
Bild: Christian Jauschowetz
Auch der ärztliche Direktor Othmar Grabner zeigt sich begeistert: „Es hat mich erschüttert, als kein Kinderarzt für den Bezirk gefunden werden konnte. Darum freut es mich, dass es nun eine Lösung gibt.“ Dem stimmt auch Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) zu: „Es mögen noch weitere Standorte folgen!“
Die Landesregierung kann nicht einfach zuschauen, wenn es keine niedergelassenen Ärzte mehr gibt.

Karlheinz Kornhäusl, Gesundheitslandesrat
Bild: Christian Jauschowetz
Die „Kindergesundheit“ hat immer montags, dienstags und donnerstags geöffnet. Durchgeführt werden unter anderem Eltern-Kind-Pass-Untersuchungen, Impfungen, Ultraschalluntersuchungen und ambulante Fachversorgungen. Ähnliche Ordinationen in Landeskrankenhäusern, allerdings im Bereich Gynäkologie, wurden im vergangenen Herbst in Rottenmann und Hartberg eröffnet.
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