Schwache Konjunktur

Deutschland: Arbeitslosigkeit deutlich gestiegen

Wirtschaft
07.01.2026 11:00

Im Dezember 2025 ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland deutlich gestiegen: 2,908 Millionen Menschen waren ohne Job, das sind 23.000 mehr als im Vormonat und 101.000 mehr als ein Jahr zuvor. Es ist zwar üblich, dass die Beschäftigungsquote zu Jahresende etwas abnimmt – doch so hoch war die Arbeitslosigkeit zuletzt im Dezember 2010.

Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte, stieg die Arbeitslosenquote im Vergleich zum November um 0,1 Punkte auf 6,2 Prozent. „Dem Arbeitsmarkt fehlt weiterhin wirtschaftlicher Rückenwind“, erklärte die Chefin der Bundesagentur, Andrea Nahles. „Auch zum Jahresende hält daher die schwache Entwicklung an.“ Für die Dezember-Statistik griff die Bundesagentur auf Daten zurück, die bis zum 11. Dezember vorlagen.

Talsohle erreicht?
Dass die Arbeitslosigkeit im Dezember zunimmt, ist üblich. Vor dem Jahresende stellen Unternehmen erfahrungsgemäß weniger neue Beschäftigte ein. Zudem gibt es in der kalten Jahreszeit weniger Außenjobs etwa im Baugewerbe oder in der Landwirtschaft.

Auch das Institut für Wirtschaftsforschung berichtet von Zurückhaltung von Betrieben bei Neueinstellungen:

Doch im Zuge der wirtschaftlichen Schwäche habe sich der Arbeitsmarkt im Laufe des Jahres schrittweise in eine ungünstige Richtung entwickelt, sagte Nahles weiter. „Unter dem Strich steht er schwächer da als vor einem Jahr. Es deutet aber einiges darauf hin, dass wir die Talsohle erreicht haben.“

Weniger offene Stellen
Im Dezember ging die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter zurück. 619.000 offene Stellen waren bei der Bundesagentur gemeldet und damit 35.000 weniger als vor einem Jahr.

Für 41.000 Beschäftigte meldeten Betriebe den Zahlen zufolge vom 1. bis 29. Dezember konjunkturelle Kurzarbeit an. Wie viele diese tatsächlich in Anspruch nehmen, steht damit aber nicht fest. Aktuellste hochgerechnete Daten dazu liegen bis Oktober 2025 vor: Demnach wurde für 203.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld gezahlt. Das sind 15.000 mehr als im Vormonat, aber 56.000 weniger als im Oktober 2024.

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