Die letzte Rauchnacht auf den 6. Jänner war auch für die Perchten wegen der klirrenden Kälte eine Herausforderung. Es hieß: Warm anziehen! In der Stadt Salzburg weckten die Glöckler mit ihren Kappen aus Seidenpapier das Licht, die Perchtl erschien im Lungau und im Raurisertal zogen die Schnabelperchten von Haus zu Haus.
In der letzten Rauchnacht am Vorabend des Dreikönigstages treiben sich jedes Jahr allerhand mystische Gestalten herum: Jedes Tal hat ihre eigenen Bräuche. Und weil gerade ganz Salzburg zum Eiskasten wurde, hatte sie sich alle für klirrend kalte Bedingungen zu wappnen. „Ohne Skiunterwäsche geht diesmal gar nichts“, meint Christian Lackner von den Rauriser Schnabelperchten, die wieder mit einem lauten „Ga-Ga-Ga“ im ganzen Tal von Hof zu Hof zogen. Die Stuben wurden einmal mehr besonders genau gewischt, denn die vogelähnlichen Gestalten suchen immer nach Schmutz, schneiden dann Bäuche auf und leeren den Bewohnern Unrat hinein.
Lungauer Perchtl ist ein „stiller Brauch“
Im Lungau jagte eine besondere Gestalt so manchem einen gehörigen Schrecken ein: Die Perchtl erschien wieder. „Es ist ein sehr stiller Brauch. Sie ist einfach nur da“, erklärt Michael Moser, der selbst in die Gewänder der dämonischen Frauengestalt schlüpfte und in Tamsweg anläutete. Typisch für das Wesen, das Glück hin- und Unglück hinauskehrt: Das Gesicht bleibt hinter langen Zotten (verfilzten Haaren) komplett verborgen.
Und in der Landeshauptstadt erhellten Lichtgestalten die Nacht: 29 Glöckler sowie ein Vor- und ein Nachläufer schulterten ihre beleuchteten und mit Seidenpapier verzierten Kappen. Darunter sind Symbole wie Sterne, die Sonne oder Rauten. „Großartig, dass wir wieder einmal durch den Schnee laufen können“, freut sich Christian Irl, neu gewählter Obmann von Jung Alpenland und selbst Träger des Schlusssterns.
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