Schock in der Toskana

Deutsche Frau (44) nahe Florenz enthauptet

Ausland
19.02.2026 18:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Scandicci, einer Stadt unweit von Florenz, wurde am Mittwochmorgen die Leiche einer 44-jährigen Deutschen gefunden. Die Frau, offenbar obdachlos, lag in einem verlassenen Bauernhaus in einem städtischen Park – sie wurde offenbar enthauptet. Ermittler erklärten zudem, dass das Opfer zerstückelt wurde, offenbar um die Tat zu verschleiern. Noch ist unklar, ob die Tat direkt an diesem Ort geschah oder ob die Frau dorthin gebracht wurde.

Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA befindet sich der Fundort auf dem Gelände des ehemaligen Nationalen Forschungsrats CNR in Scandicci, das der Stadt gehört. Das verlassene Gebäude ist verschlossen, das umliegende Gelände wird normalerweise als Naherholungsgebiet genutzt, unter anderem gibt es dort eine Hundezone und Spazierwege.

Der zuständige Staatsanwalt von Florenz, Alessandra Falcone, führte gemeinsam mit den Carabinieri des Provinzkommandos Florenz und der Kompanie Scandicci stundenlange Ermittlungen vor Ort durch.


Rai berichtet, dass das Parkgelände in den letzten Monaten vermehrt Anzeichen von Verfall aufweist. Anwohner berichten von aggressiven Personen, Drogenkonsum und frei herumlaufenden Hunden, die Passanten bedrohten. Am Tag vor der Entdeckung soll ein Mann mit einem Pitbull eine ältere Frau aus der Hundezone vertrieben haben – auf dem Gelände befinden sich zudem provisorische Zelte von Obdachlosen.

Fundort nur 200 Meter von Rathaus entfernt
Der Fundort liegt nur rund 200 Meter vom Rathaus entfernt und weniger als 100 Meter von der Modeschule ITS Mita und der Oberschule Russel Newton, die täglich von Hunderten von Jugendlichen besucht werden. Das Gebiet ist von dichter Vegetation umgeben; ein offener Zugang in der Umzäunung deutet auf unrechtmäßige Bewegungen hin.

Laut ANSA lagen neben dem Weg auch verlassene Fahrräder, möglicherweise Diebesgut. Es gibt keine Überwachungskameras, und die öffentliche Beleuchtung reicht nicht aus.

Stadt von „schrecklicher Tragödie“ alarmiert
Die Staatsanwaltschaft von Florenz hat ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes eröffnet, eine Autopsie ist vorgesehen. Bürgermeisterin Claudia Sereni erklärte gegenüber Rai, dass die Stadt von der „schrecklichen Tragödie“ tief alarmiert sei.

Das Gelände befindet sich aktuell in einem Sanierungsprojekt, das mit 2,5 Millionen Euro von der Region für die Schaffung eines urbanen Biodiversitätsparks gefördert wird.

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