Doch Plus bei Frauen

Erstmals seit Monaten wieder weniger Arbeitslose

Oberösterreich
02.01.2026 12:00

Es ist zwar nicht viel, aber immerhin: Zum ersten Mal seit Monaten sank im Dezember in Oberösterreich im Jahresvergleich die Zahl der Jobsuchenden, und zwar um 0,5 Prozent auf rund 46.000 Menschen. Die Arbeitslosigkeit unter Frauen legte hingegen zu – aus einem speziellen Grund.

Knapp 46.000 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher waren im Dezember beim AMS vorgemerkt – um 0,5 Prozent weniger als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Damit ist das Land ob der Enns das einzige Bundesland mit einer rückläufigen Arbeitslosigkeit. Insgesamt beträgt die Arbeitslosenquoten hierzulande 6,3 Prozent – der Österreich-Schnitt liegt bei 8,4 Prozent. In Tirol (4,5 Prozent), Salzburg (4,7 Prozent) und Vorarlberg (6,1 Prozent) ist die Quote niedriger – diese Bundesländer sind jedoch auch stark im Wintertourismus.

„Diese positive Entwicklung ist in allen Altersgruppen der Haupterwerbsbevölkerung sichtbar und zeigt sich auch in den Industrieregionen Oberösterreichs“, kommentiert Markus Litzlbauer, Vize-Landesgeschäftsführer des AMS OÖ, die rückläufige Arbeitslosigkeit im Bundesland. „Nach einer bereits länger feststellbaren Konsolidierung im Bau zeigt sich dieser Trend nun auch im Bereich des produzierenden Sektors. Dies spiegelt sich insbesondere im Rückgang bei den Hilfsberufen und den Arbeitskräfteüberlassern wider.“

3,7 Prozent mehr Frauen auf Jobsuche
Im Handel sei hingegen noch keine Trendumkehr feststellbar, so Litzlbauer. Weil die Branche weiblich dominiert ist, wirkt sich das durch einen Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit aus – sie legte entgegen des allgemeinen Trends in OÖ im Dezember um 3,7 Prozent zu.

Langfristige Entspannung wird noch dauern
Bundesweit stieg die Zahl der beim AMS Vorgemerkten um zwei Prozent auf rund 435.000 Menschen. In Oberösterreich ist besonders der Anstieg der Langzeitarbeitslosen nach wie vor besorgniserregend: 10.800 Landsleute – um fast 23 Prozent mehr als im Vorjahr – sind hier schon länger als ein Jahr auf Jobsuche.

Eine langfristig sinkende Arbeitslosigkeit wird frühestens ab Jahresmitte erwartet und wird sich erst zeitversetzt – nachdem die Wirtschaft insgesamt wieder etwas angesprungen ist – einstellen.

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