Ein Erdbeben der Stärke 2.6 auf der Richterskala hat Bad Ischl in der Nacht auf Freitag heimgesucht. Um kurz vor elf bebte die Erde – aber so schwach, dass nur wenige Menschen das Beben spürten, und keine Schäden an Gebäuden gemeldet wurden. Tatsächlich lag das Epizentrum auf der steirischen Seite.
Um 22.46 Uhr erschütterte ein Erdbeben Bad Ischl und die umliegende Region. Allerdings erreichten die Stöße nur eine Stärke von 2.6 auf der Richterskala – daher spürten nur wenige Menschen unweit des Epizentrums die Erschütterungen.
Keine Schäden zu erwarten
Gebäude wurden bei dem Erdbeben keine beschädigt. Bei so schwachen Erdstößen sind Experten zufolge auch keine Schäden zu erwarten.
Epizentrum auf steirischer Seite
Das Beben wurde zuerst in der Nacht in Bad Ischl registriert. Genauere Analysen haben aber ergeben, dass das Epizentrum knapp hinter der Landesgrenze auf steirischer Seite gelegen hat“, weiß Seismologe Stefan Weginger vom Erdbebendienst in Wien. Weil in einem Umkreis von fünf Kilometern keine Häuser stehen, gab es nur sehr wenige Rückmeldungen, die meisten aus dem Ausseerland.
Geringste Erdbebengefahr
„Die nordafrikanische Platte schiebt sich langsam unter die Alpen. Hier haben wir eine Bruchfläche von rund 200 mal 200 Metern, die sich um nur wenige Millimeter verschoben hat“, so der Seismologe. Wenn sich die aufgebaute Spannung löst, äußert sich das bei so schwachen Beben durch ein kurzes Zittern, leichtes Schwanken oder entferntem Grollen. „Oberösterreich ist das Land mit der geringsten Erdbebengefahr, Richtung Süden steigt diese leicht an“, so der Experte weiter. Generell würden sich die Platten in unseren Breitengraden sehr langsam bewegen.
Größere Schäden in Molln
Leichtere Beben rund um die Magnitude 2 gibt es hierzulande fast jedes Jahr, erst 2023 wurde in Herzogsdorf im Oberen Mühlviertel ein spürbares Erdbeben registriert. Der letzte stärkere Erdstoß (4.6 auf der Richterskala) habe 1967 in der Gegend von Molln auch größere Gebäudeschäden angerichtet. Aber: „Österreich hat zwar Potenzial für größere Beben, diese sind hierzulande aber sehr selten“, beschwichtigt Weginger.
Wer meint, ein Erdbeben gespürt zu haben, kann das auf der Internetseite oder in der App beim Erdbebendienst melden.
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