Polizei schritt ein

Durchreisende ziehen Beton-Sperre eigenmächtig weg

Oberösterreich
18.02.2026 12:00

Der Durchreiseplatz im Linzer Stadtteil Pichling füllt sich heuer ungewöhnlich früh – und das trotz Wintersperre. Während es bislang überraschend ruhig blieb, sorgte eine Aktion von Neuankömmlingen plötzlich für Aufsehen. Mit einer kreativen Idee wollten sie mehr Platz schaffen – doch das blieb nicht ohne Folgen. Warum schließlich die Polizei einschreiten musste, lesen Sie hier.

Auf dem Durchreiseplatz in Pichling hat die Saison heuer, wie berichtet, ungewöhnlich früh begonnen – und das in beachtlicher Zahl. Jahr für Jahr machen durchreisende Minderheiten hier Station, meist erst deutlich später im Frühjahr. Doch 2026 scheint alles ein wenig anders zu sein.

Strom und Wasser nicht freigegeben
Trotz der frühen Ankunft und der derzeit schwierigen Rahmenbedingungen blieb es bislang ruhig. Denn offiziell ist der Platz noch nicht geöffnet – die Wintersperre verhindert die reguläre Nutzung. Strom und Wasser sind nicht freigegeben, die Anwesenden werden lediglich geduldet. Und dennoch: keine Vandalenakte, keine aufgebrochenen Verteilerkästen – Vorfälle, die in der Vergangenheit immer wieder für Ärger gesorgt hatten. Heuer präsentieren sich die bisherigen Gäste tatsächlich äußerst diszipliniert.

Solch eine Betonbarriere hievten die Durchreisenden zur Seite, um auf den gesperrten Grillplatz ...
Solch eine Betonbarriere hievten die Durchreisenden zur Seite, um auf den gesperrten Grillplatz zu kommen.(Bild: MaRu)

Neuankömmlinge wollten Platz schaffen
Ganz ohne Zwischenfall blieb es aber doch nicht. Weil das Areal mittlerweile nahezu ausgelastet ist und für größere Wohnmobile kaum noch Platz bietet, kamen einige Neuankömmlinge jetzt auf eine ebenso kreative wie problematische Idee: Sie zogen mit ihren Autos die Betonabsperrungen beim nebenan gelegenen Grillplatz mit Gurten zur Seite, um die Fläche kurzerhand in eine Erweiterung des Durchreiseplatzes umzuwandeln – eine Tat, die aber nicht lang unbeantwortet blieb.

„Das war keine gute Idee“
„Gemeinsam mit der Polizei haben wir der Gruppe mitgeteilt, dass das keine gute Idee war und wir sie bitten würden, weiterzureisen“, schildert Erhebungsdienst-Chef Helmut Haas im Gespräch mit der „Krone“. Die Reaktion folgte prompt: „Sie sind unserer Bitte unverzüglich nachgekommen.“ 

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