Reiter und Tiere:

Zu Stefani wird hoch zu Ross um Segen gebeten

Kärnten
25.12.2025 20:00

Was einst als bäuerlicher Brauch begann, ist heute beliebtes Schauspiel für Alt und Jung. Besonders in der Pferde-Szene wird der Stefaniritt kärntenweit zelebriert.

Der Heilige Stephanus, der erste Märtyrer des frühen Christentums, gilt als Schutzpatron der Pferde. Deswegen werden am 26. Dezember die Pferde geschmückt, gesattelt und dann – meist bei einer Kirche – gesegnet. Traditionell bittet man dabei um den Schutz von Tier und Reiter. Für die Vierbeiner gibt es gesalzenes Brot. Das Stefanireiten ist vor allem in Kärnten, der Steiermark und auch in Bayern bekannt.

Einen geschichtlichen Hintergrund gibt es obendrein für die Reiterei am Stefanitag: Früher wechselten Kutscher und Pferdeknechte genau am 26. Dezember ihren Arbeitgeber. Sie ritten dabei also von einem Ort an den anderen.

In Kärnten finden gleich mehrere Stefaniritte statt – am besten bei örtlichen Reitvereinen oder Pfarren nachfragen. Die Reitschule Ragnarök in Gotschuchen startet etwa um 10.30 Uhr. Der traditionelle Stefaniritt des Pferdezuchtvereins K2, Mittleres Drautal, führt um 10 Uhr vom Paternioner Schwimmbad nach Tragail. Bei der Familie Kirchbaumer in Wintschach startet die Segnung um 14 Uhr; in St. Donat um 10.30 Uhr.

Meist finden die Segnungen direkt bei Kirchen oder auf Höfen statt.
Meist finden die Segnungen direkt bei Kirchen oder auf Höfen statt.(Bild: Gert Eggenberger)

Erneut geht‘s übrigens dann am 6. Jänner hoch zu Ross weiter. Der Dreikönigsritt ist ähnlich dem Progamm am 26. Dezember. Beliebt bei den Unterkärntnern ist etwa der Dreikönigsritt bei der Pfarrkirche Möchling (Gallizien) ab etwa 11 Uhr. Der Verein Pferdefreunde Möchling unterstützt mit dem Reinerlös gemeinnützige Projekte in der Gemeinde.

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