Der Sparzwang erreicht jetzt auch die Sanierung und Erweiterung der Salzburger Festspiele. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) und ihre Kuratoriumskollegen haben am Freitag verkündet, dass weitere Einsparungen nötig sind.
Bis in die Abendstunden dauerte am Freitag die Kuratoriumssitzung der Festspiele. Wichtigster Programmpunkt war die Sanierung und Erweiterung der Festspielhäuser. Dort sieht die Politik weiteres Einsparpotenzial. Das Projekt ist allerdings weitgehend fertig geplant.
Jetzt soll der Zeitplan noch einmal aufgeschnürt werden. „Es wird geprüft, ob eine Verschiebung der Sanierung um ein Jahr möglich ist, und ob das zu einer Sperre des Großen Festspielhauses von nur einem Jahr führen kann“, sagte Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) in einer Sitzungspause.
Damit würden die aufwändigsten Sanierungsarbeiten erst im Herbst 2028 statt im Herbst 2027 starten. Die Finanzierung des Projekts würde um ein Jahr gestreckt, das würde die Budgets von Bund, Land und Stadt entlasten. Zur Erinnerung: Schon vor zweieinhalb Jahren wurde das Projekt um zwei Jahre bis 2032 verlängert. Jetzt peilt die Politik einen Abschluss der Arbeiten bis 2033 an.
Zwei Möglichkeiten für eine Ersatzspielstätte
Die Umplanung kommt relativ spät, schließlich laufen schon teilweise die Ausschreibungen für die Arbeiten unter anderem im Mönchsberg. Die Ergebnisse der Prüfung sollen bis zur nächsten Sitzung des Kuratoriums im Februar vorliegen. Dann muss entschieden werden. Festspiel-Präsidentin Kristina Hammer ist skeptisch bei zusätzlichem Spar-Potenzial: „Wenn wir so genau wüssten, wo noch gespart werden könnte, hätten wir das schon getan“, sagt sie.
Eine Ersatzspielstätte soll ebenfalls im Februar fixiert werden. Da stehen noch zwei Varianten zur Auswahl: Entweder eine Fläche beim Kloster St. Josef in Nonntal oder das Stiegl-Gelände in Maxglan. „Uns ist wichtig, dass die Ersatzspielstätte nicht nur den Festspielen, sondern auch anderen Veranstaltern wie etwa der Kulturvereinigung und dem Adventsingen zur Verfügung steht“, sagte Bürgermeister Bernhard Auinger. Bei der Ersatzspielstätte soll es sich um eine temporäre Konzerthalle mit Stahltribünen handeln.
Nur mehr ein Randthema war der Konflikt zwischen Intendant Markus Hinterhäuser und Ex-Schauspieldirektorin Marina Dawydowa. Hinterhäuser hat eine schriftliche Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben, das Kuratorium nahm das Schreiben zur Kenntnis.
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