Einige Kommentare zu meiner letzten Kolumne haben mich beschäftigt. Ein Leser fragte sich, weshalb zusätzliche Ressourcen nur in Brennpunktschulen gesteckt werden? „Andere müssen für die Bildung ihrer Kinder bezahlen!“
Ein weiterer Kommentar lautete: „Mein Kind bräuchte seit Jahren eine Stützkraft. Es bekommt keine.“
Tatsächlich konzentrieren sich Politik und Öffentlichkeit mittlerweile stark auf jene Schüler, deren Eltern nicht unterstützend sein können oder wollen. Doch was ist mit den anderen? Zugegeben, meist vergesse auch ich auf sie.
Unlängst habe ich mich mit einer jungen Mutter unterhalten. Sie lebt mit ihrem Mann und den drei Kindern in einer 60-Quadratmeter-Wohnung. Beide Eltern arbeiten. „Wahrscheinlich ist das der Grund, weshalb es noch nicht mit einer Gemeindewohnung geklappt hat.“ Für einen Sohn bezahlen sie die Therapie bei einer Logopädin. Die Tochter möchte unbedingt Tennis lernen. „Das kostet halt wieder.“ Dann kam die junge Frau zum Punkt: „Mit der Schule des Großen sind wir nicht wirklich zufrieden. Die Lehrer sind ja nett, aber er lernt nicht genug. Seine Mitschüler können schlecht Deutsch und haben ganz andere Interessen. Wir haben leider noch keinen Platz woanders bekommen. Und Privatschulen sind teuer.”
Diese Eltern vergessen wir tatsächlich oft. Sie arbeiten, zahlen Steuern, wollen ihre Kinder bestmöglich unterstützen und verzichten so auf manches andere. Vom Staat bekommen sie dafür zu wenig geboten. Ich kann ihren Unmut nur zu gut verstehen.
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