Revolte in Goldenstein

Salzburger macht die drei Nonnen zu Internet-Stars

Salzburg
07.12.2025 11:00

Die betagten Schwestern von Goldenstein haben mittlerweile eins der erfolgreichsten katholisch-geprägten Instagram-Profile der Welt. Doch wer steckt dahinter? Die „Krone“ weiß mehr … 

Selbst hält er sich lieber im Hintergrund, seinen Namen möchte er nicht verraten. Gesprächig gibt sich der junge Mann dann aber sehr wohl – immerhin hat er binnen weniger Monate ein extrem erfolgreiches Profil auf der Social-Media-Plattform Instagram aufgebaut. In enger Absprache mit den drei Nonnen von Goldenstein zeigt er dort in kurzen Videos ihre Geschichten und Erlebnisse. „Dank unseres Profils interessieren sich Leute für die katholische Kirche, die man sonst nie erreichen würde“, betont der Salzburger.

Fast 270.000 Instagram-Nutzer folgen der Seite der Nonnen mittlerweile. Zum Vergleich: Für das Profil der Erzdiözese Salzburg interessieren sich knapp 4000 Nutzer.

Buchpräsentation
Kommunisten öffnen Nonnen die Türe

Die Geschichte der Nonnen von Goldenstein ging um die Welt – mittlerweile gibt es mit „Nicht mit uns!“ gar ein Buch über die drei resoluten Schwestern. Autorin Edith Meinhart stellt derzeit zusammen mit den Klosterfrauen ihr Werk bei Präsentationen in ganz Österreich vor – am 18. Dezember auch in der Stadt Salzburg. KPÖ-Chef und Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl stellt den Damen hierfür den Jazzit-Saal im Volksheim der Kommunisten in der Elisabethstraße 11 zur Verfügung. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, der Eintritt ist kostenlos.

Die Nonnen bleiben weiter standhaft.
Die Nonnen bleiben weiter standhaft.(Bild: Andreas Tröster)

Influencer rufen zur Solidarität auf
Wie berichtet, fordert der geistliche Obere der Schwestern die Einstellung sämtlicher Online-Aktivitäten. Für die Nonnen und ihre Mitstreiter kommt dies nicht infrage. Auch auf Instagram selbst regt sich Widerstand: Immer mehr Nutzer und Influencer fordern auf Instagram lautstark dazu auf, die Schwestern zu unterstützen. „Seitdem schnalzen unsere Zahlen völlig in die Höhe“, freut sich der Salzburger.

Kritiker werfen ihren Mitstreitern vor, im Internet die Schwestern für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Der Macher der Instagram-Seite will das nicht gelten lassen: „Wir missionieren damit.“

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