Trübe Aussicht

OECD erwartet BIP-Wachstum von 0,9 Prozent

Wirtschaft
02.12.2025 11:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die österreichische Wirtschaft werde sich in den kommenden beiden Jahren etwas erholen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) jetzt mit. Nach einem BIP-Wachstum von 0,3 Prozent heuer soll die Wirtschaft 2026 um 0,9 Prozent und 2027 um 1,2 Prozent zulegen.

Das ist weniger, als noch vor einem Jahr prognostiziert wurde, und im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich. So haben die OECD-Staaten in diesem und im kommenden Jahr ein BIP-Wachstum von jeweils 1,7 Prozent. Die Eurozone schneidet mit einem erwarteten Wachstum um 1,2 Prozent im nächsten und 1,4 Prozent im übernächsten Jahr ebenfalls besser ab als Österreich.

Konkret erwartet die OECD, dass sich die Inflation hierzulande bis Ende 2027 der angestrebten Zwei-Prozent-Marke nähern werde. Die privaten Haushalte würden in den kommenden beiden Jahren wieder mehr konsumieren, der Arbeitsmarkt sei robust und niedrige Zinsen würden zu mehr Investitionen führen.

So sieht Österreichs Prognose im internationalen Vergleich aus:

Die Infografik zeigt die OECD-Wirtschaftsprognose für das reale BIP-Wachstum von 2025 bis 2027 in Prozent. Indien hat mit Werten über 6 % das höchste Wachstum. China liegt bei etwa 4 bis 5 %. Die Weltwirtschaft wächst zwischen 2,9 und 3,3 %. Deutschland und Österreich haben die niedrigsten Werte mit maximal 1,5 % beziehungsweise 1,2 %. Quelle: OECD.

Gebremst werde die wirtschaftliche Erholung hingegen durch die anhaltende Haushaltskonsolidierung. Bis 2028 soll Österreichs Defizit auf unter drei Prozent gesenkt werden.  Auch die hohen Energiepreise werden als Problem der österreichischen Wirtschaft gesehen. Die Strompreise für die Industrie sind seit dem Ukraine-Krieg um 40 Prozent teurer geworden. Um auf Herausforderungen wie die Alterung der Bevölkerung und steigende Verteidigungsausgaben zu reagieren, braucht es laut OECD Reformen der öffentlichen Finanzen, zum Beispiel bei den Sozialleistungen. 

Handel entfällt vor allem auf EU
Österreichs Handel entfällt den Ökonominnen und Ökonomen nach vor allem auf die Europäische Union (EU). Allerdings sei das Land auch tief in regionale Wertschöpfungsketten integriert, daher sollten sich die US-Zölle auf EU-Waren auf die Exporte auswirken. 2027 dürfte Österreich von höheren Staatsausgaben in Deutschland profitieren.

Das Wirtschaftswachstum kann laut OECD unter anderem durch lockerere Flächennutzungsvorschriften, Beseitigungen von Beschränkungen auf dem Wohnungsmarkt, durch einen stärker wettbewerbsorientierten Energievorsorgemarkt und Investitionsanreize angekurbelt werden.

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