Die Inflation soll bei rund zwei Prozent bleiben, so wünschen es Politik und Gesellschaft. Arbeiterkammer & Co. fordern einen beinharten Preiskampf der Handelsunternehmen. Der findet auch statt – wer da jedoch übrig bleibt, das sind Branchen, deren Verkaufspreise im Mittelpunkt der Öffentlichkeit stehen.
Dazu gehören nicht nur die Spritpreise wie derzeit, dazu zählen auch die Preise in so traditionsreichen Bereichen wie bei den Brauereien. Unbemerkt von der Öffentlichkeit – die Verbraucher freuen sich über „Kampfangebote“ – hat die Krise in etlichen Brauereien Einzug gehalten. Im Klartext: Vielen Brauereien geht finanziell die Luft aus, die Verkaufspreise reichen nicht mehr, um die Kosten zu decken.
80 Prozent des Biers werden im Handel zu „Aktionspreisen“ verkauft, eine Kiste um 14 Euro, dieses Preisniveau ist so tief wie vor etlichen Jahren.
Verschärft wird die Situation durch ein Verdrängen der Konkurrenz durch den Marktführer, den niederländischen Heineken-Konzern. Der hat im Laufe der Jahre 20 bekannte Biermarken, von Gösser über Zipfer, Schwechater bis hin zu Reininghaus aufgekauft. Mit dieser Marktmacht werden die lokalen österreichischen Betriebe niederkonkurrenziert.
Ein Verfahren bei der Bundeswettbewerbsbehörde wegen unfairer Praktiken läuft seit Längerem, den Ausländern drohen hohe Strafen. So gemütlich ein Glas Bier auch wirken mag, die Brauereien bei uns haben es höchst ungemütlich erwischt.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.