ÖSV-Speedlady gesteht:

„Für mich soll Cortina das Highlight werden“

Vorarlberg
30.11.2025 10:25

Ihr Verletzungshistorie ist ellenlang, erst im Jänner brach sich Nina Ortlieb bei einem Sturz in Garmisch erneut den rechten Unterschenkel. Doch nun ist die 29-jährige Abfahrtsvizeweltmeisterin von 2023 wieder auf der Zielgeraden in Richtung Weltcup-Comeback, wobei ihr großes Ziel erst im Februar in Italien ansteht...

„Ich fühle mich jetzt bereits fitter als vor meinem Sturz im Jänner in Garmisch“, hatte Nina Ortlieb der „Krone“ im August verraten. „Damals war aber die Komponente Skifahren noch die große Ungewisse“, sagt die 29-Jährige drei Monate später. „Darum freut es mich, dass es jetzt eben auch auf Schnee so gut funktioniert.“

Speedlady auf Slalom-Skiern
Anfang Oktober war die Vizeweltmeisterin von 2023 in der Abfahrt am Stilfserjoch erstmals wieder auf Skiern gestanden. „Wir hatten am Anfang lange den Fokus auf dem freien Skifahren ohne Stangen und dann haben wir auch einiges auf Slalom-Skiern gemacht.“ Was macht die Lecher Speedspezialistin, die im Jänner 2014 ihren letzten Slalom bestritten hatte, auf den kurzen Latten? „Man hat eine große Anzahl an Schwüngen mit etwas weniger Tempo und kann da vor allem technische Übungen einbauen“, erklärt die Head-Pilotin, die auf ihrem Weg zurück von den ÖSV-Coaches Meini Tatschl und Christoph Alster betreut wird. „So habe ich schon einige Schneetage, allerdings nicht allzu viele auf den Speedskiern.“

Training in der Heimat
Das ändert sich aber. „Es ist jetzt ein intensiver Speedblock in Hippach und in weiterer Folge möglicherweise auch am Pass Thurn vorgesehen“, verrät Nina, die auf das Trainingslager in Copper Mountain (US) verzichtet und stattdessen gemeinsam mit Ricarda Haaser – nach ihrem Kreuzbandriss bei der WM in Saalbach ebenfalls am Weg zurück – zuletzt auch Trainings mit ihrer Cousine Leonie Zegg und den Europacup-Damen absolviert hatte.

Keine überzogenen Erwartungen
Das Weltcupcomeback hat Ortlieb – die sich in Garmisch zum zweiten Mal in nur 13 Monaten den Unterschenkel gebrochen hatte – für St. Moritz (Sz) geplant, wo von 12. bis 14. Dezember zwei Abfahrten und ein Super-G am Programm stehen. „Ich gehe aber nicht davon aus, dass ich dort am Start stehe und sagen kann, ich werde das Rennen gewinnen“, bremst sie die Erwartungen. „Mein großes Ziel ist es, bis zu den Olympischen Spielen im Februar wieder voll konkurrenzfähig zu sein. Cortina soll mein Highlight werden.“ 

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