Das „Motto „Don’t drink & drive“ scheint so mancher Autofahrer vergessen zu haben. In Vorarlberg kommt es wieder verstärkt zu Alko-Unfällen - eine äußerst bedenkliche Entwicklung.
Mit 98 gab es heuer im ersten Halbjahr in Vorarlberg schon um zwölf Alko-Unfälle mehr als im ersten Halbjahr des Vorjahres, informiert der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). 104 Menschen wurden bei diesen Crashs verletzt. Verkehrs-Expertin Katharina Jaschinsky erinnert daran, dass bereits bei 0,5 Promille das Unfallrisiko auf das Doppelte ansteigt, bei 1 Promille auf das 7-Fache und bei zwei Promille sogar auf das 35-Fache.
Und nun ist die Zeit der Punschstände und Weihnachtsmärkte angebrochen. Aufgrund der Süße von Glühwein und Co wird die Wirkung des Alkohols oft unterschätzt. Zudem variiert die Stärke des Getränks je nach Punschstand. „Die Devise ’Don’t drink and drive’ ist unbedingt zu beherzigen“, betont Jaschinsky. Sie appelliert, dort, wo es möglich ist, Bus, Bahn und Anrufsammeltaxis zu nutzen und sich keinesfalls beschwipst oder gar betrunken hinters Steuer zu setzen.
Bessere Öffi-Verbindungen gefördert
Umso wichtiger sei es, das Öffi-Angebot sowie die Möglichkeit für Anrufsammeltaxis auszuweiten und insbesondere auch in den Regionen zu verbessern, meint Jaschinsky. Auch Siedlungen mit dem nächstgelegenen Ort durch Geh- und Radwege zu verbinden, erhöht die Verkehrssicherheit. Immer wieder kommt es zu Unfällen, wenn in der Nacht Personen aufgrund fehlender Gehwege am Rand einer Freilandstraße nach Hause gehen.
Besonders riskant wird es am Wochenende. Eine österreichweite Auswertung zeigt, dass am Samstag und Sonntag Anteil und Anzahl der Alko-Unfälle am höchsten sind. Und während tagsüber der Anteil der Alko-Unfälle an den Verkehrsunfällen zwischen ein und fünf Prozent liegt, steigt diese Zahl zwischen Mitternacht und vier Uhr früh auf rund 40 Prozent. Auch die Exekutive erinnert daran, als Autofahrer die Finger vom Alkohol zu lassen, und hat bereits angekündigt, verstärkt kontrollieren zu werden.

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