Ein Hotelier will – wie berichtet – das krisengebeutelte Skigebiet Gaißau-Hintersee vor den Toren Salzburgs wiederbeleben. Für den wohl bekanntesten Lift gibt es keine Zukunft mehr – die Sessel kommen unter den Hammer.
Es ist der Anfang vom endgültigen Ende der Gaißauer Skilifte: Die Spielberg-Doppelsesselbahn wird definitiv abgebaut. „Da gibt es nichts mehr zu retten. 2027 wäre eine neue Konzession nötig – da würden die Kosten in keiner Relation stehen“, sagt Andreas Schnaitmann. Der Krispler Unternehmer hatte die Lifte mit drei Mitstreitern übernommen, nachdem die Bergbahnen zum dritten Mal in den Konkurs geschlittert waren. Die Lifte stehen seither still – jetzt kommen die Sessel unter den Hammer.
Nostalgiker können sich für 200 Euro eine der 230 Garnituren erstehen. „20 sind schon weg. Die Sessel sind alle nummeriert“, sagt Schnaitmann. Mit dem Verkauf der Anlagen will man einen Teil der Abbaukosten finanzieren. „Wir werden auch noch weitere Gegenstände der Bergbahnen zum Verkauf anbieten“, legt sich Schnaitmann fest.
Das Ende der Spielberg-Bahn ist damit besiegelt – für drei Lifte auf der Hinterseer Seite des Skigebiets besteht allerdings noch Hoffnung. Wie berichtet, will eine Gruppe rund um den Hotelier Albert Ebner die Anlagen kaufen. Knapp 3,2 Millionen möchte man investieren, ab der Wintersaison 2026/27 soll es wieder losgehen. Ebner plant auch einen Sommerbetrieb, will damit Wanderer und Mountainbiker anlocken.
Gibt es Hoffnung für einen weiteren Lift?
Für diese Pläne muss das Land allerdings noch den Abrissbescheid abändern. Schnaitmann beantragte diesen ursprünglich für sämtliche Anlagen im Skigebiet. Gibt es gar für einen weiteren Lift eine Zukunft? „Wir suchen einen finanzstarken Paten für den Vierer-Sessellift, damit auch hier der Betrieb doch noch weitergehen kann“, sagt Schnaitmann.
Interesse an einem Sessel von der Spielbergbahn? Mehr Infos: gaissau.sesselverkauf@gmail.com
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