Nach US-Deal
Belarussischer Dissident wieder in Haft
In Belarus ist der im September aus dem Gefängnis freigelassene Dissident und frühere Präsidentschaftskandidat Mikola Statkewitsch nach Angaben seiner Ehefrau erneut inhaftiert worden.
Das Innenministerium in Minsk habe sie darüber informiert, dass der 69-Jährige eine im Dezember 2021 gegen ihn verhängte Strafe absitze, schrieb Statkewitschs Frau Marina Adamowitsch am Montagabend im Onlinedienst Facebook.
Der Brief des Ministeriums sei die erste Auskunft der belarussischen Behörden zum Fall ihres Mannes seit zweieinhalb Monaten. Statkewitsch, der 2010 bei der Präsidentschaftswahl gegen Langzeit-Machthaber Alexander Lukaschenko angetreten war, war im Dezember 2021 zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Seit 1999 saß er bereits insgesamt zwölf Jahre im Gefängnis.
Im September wurde Statkewitsch nach Vermittlungsbemühungen der US-Regierung zusammen mit dutzenden anderen politischen Gefangenen freigelassen. Im Gegensatz zu den übrigen Freigelassenen weigerte er sich jedoch, seine Heimat zu verlassen.
Massenproteste wurden brutal niedergeschlagen
Lukaschenko, ein wichtiger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin, ist seit mehr als 30 Jahren in Belarus an der Macht und unterdrückt dort die Opposition und unabhängige Medien. Nach seiner offiziell verkündeten Wiederwahl im Jahr 2020 waren hunderttausende Menschen in Belarus auf die Straße gegangen, um gegen politische Unterdrückung und Wahlbetrug zu demonstrieren. Die Proteste wurden niedergeschlagen, zehntausende Teilnehmer inhaftiert.










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