Landeschefin Karoline Edtstadler (ÖVP) plant nach der Gehaltskürzung bei den Pflegekräften Entlastungen für die unteren Einkommen. Am Dienstag steht eine groß angelegte Demonstration bevor. Bereits über 70.000 Unterzeichner gibt es bei der dazugehörigen Petition gegen den Pflegesparkurs...
Mehr Geld für junge Pflegekräfte, mehr Geld für die Geringverdiener. Mit diesem Vorhaben lässt aktuell Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) aufhorchen. Nachdem Edtstadler gemeinsam mit Regierungspartnerin Marlene Svazek (FPÖ) den Pflegebonus für die Pflegekräfte aus Spargründen gestrichen hat, rumort es bei den Angestellten in Seniorenheimen und Krankenhäusern.
Man habe erkannt, dass bei unteren Einkommen Handlungsbedarf ist
Wie berichtet werden rund 130 Euro netto pro Monat vom Lohn gekürzt. Die über 10.000 Betroffenen verlieren somit rund 1500 Euro netto im Jahr. Dabei ist es der Bund, der von 2023 bis 2028 dieses Geld an die Länder überweist. Salzburg – als einziges Bundesland in Österreich – will diese rund 20 Millionen Euro pro Jahr ab 2026 nicht mehr an die Pflegekräfte weitergeben.
Auch ein anderer Name für den Pflegebonus wäre in Ordnung. Aber Hauptsache, die Gehälter werden nicht gekürzt.

Ulrich Eger, Verein der Salzburger Seniorenheime
Bild: nikolaus faistauer photography
Edtstadler beharrt auf dem Kurs und sagt: „Der Pflegebonus kam in einer Zeit, die extremst herausfordernd war für diesen Bereich, weil 24 Stunden Voll-Mundschutz zu tragen war. Für diesen Zeitraum ist der Pflegebonus eingeführt worden. Diese Zeit ist vorbei. Und es ist viel bei der Anhebung der Gehälter getan worden.“
Ihr sei es wichtig, dass die unteren Einkommen unterstützt werden. Man habe erkannt, dass es bei den niedrigeren Einkommen Handlungsbedarf gebe und man werde an Lösungen dahingehend arbeiten. „Es braucht zielgerichtete Unterstützung für die unteren Einkommen. Das muss aber erst mit den Verantwortlichen in den Gemeinden diskutiert werden.“
Über 70.000 Unterschriften gegen Pflegesparkus
Am Dienstag ist eine Demonstration gegen den Sparkurs der Regierung bei der Pflege geplant. Über 70.000 Personen haben bereits eine Petition für die Rücknahme der Sparpläne unterzeichnet. Einer, der die Regierung bereits harsch für den Pflegesparkurs kritisiert hat, ist Ulrich Eger.
Der Obmann des Vereins der Salzburger Seniorenheime sagt zu Edtstadlers Überlegungen: „Man muss sich anschauen, was genau geplant ist. Alles was der Pflege entgegenkommt würde uns freuen, auch ein anderer Name für den Bonus wäre ok – Hauptsache die Gehälter werden nicht gekürzt.“
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