So deprimierend, was sich auf der Welt gerade abspielt: Ein „Friedensplan“, der einer Kapitulation der Ukraine gleichkäme. Blutige Kämpfe im Sudan, Millionen Menschen auf der Flucht. Kein Konsens bei der Weltklimakonferenz.
Und dann gibt es noch Geschichten wie aus der Zeit gefallen. Die drei Nonnen von Goldenstein sind so eine Geschichte. Hauen gemeinsam aus dem Pflegeheim ab, in das sie abgeschoben werden sollten. Machen sich auf den Weg in „ihr“ Kloster, wo sie 60 Jahre lang gebetet und gearbeitet haben.
Die Bilder der drei Ordensschwestern, wie sie auf Rollatoren gestützt nach Hause zurückkehren, gingen um die ganze Welt. Sogar die „New York Times“ berichtete. Auf „Instagram“ folgen den rebellischen Nonnen mittlerweile 87.500 Fans.
Nun haben die drei Augustiner-Chorfrauen ihren Kampf gewonnen und ein Buch darüber geschrieben (das Interview mit Schwester Bernadette (88), Schwester Regina (86) und Schwester Rita (82) lesen Sie am Sonntag in der „Krone bunt“).
Die Debatte, die ihr „Ungehorsam“ ausgelöst hat, ist hochpolitisch und rührt an den Grundfesten unserer Gesellschaft. Wie gehen wir mit alten Menschen um? Mit ihren Wünschen und Träumen, dem Recht auf Selbstbestimmung?
In den eigenen vier Wänden alt zu werden: Dafür geben pflegende Angehörige und unterbezahlte Pflegekräfte täglich ihr Bestes. Es ist diese tiefe Sehnsucht, die die Nonnen von Goldenstein berühren und uns so den Spiegel vorhalten.
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