Teure Sanierung

Salzburg AG zahlt Mehrkosten der Schafbergbahn

Salzburg
22.11.2025 11:30

Nachdem der Prüfbericht des Rechnungshofs mehrere Mängel aufgezeigt hat, bestätigte die Salzburg AG, dass sie die Mehrkosten selbst trägt. Diese waren knapp kalkuliert und stiegen, während an der Sanierung gearbeitet wurde, massiv an. Und das, obwohl die geplanten Maßnahmen drastisch gekürzt wurden.

Zu hohe Kosten, fehlendes Vier-Augen-Prinzip und Probleme beim Brandschutz – lang ist die Liste der Mängel, die der Bundesrechnungshof bei der Schafbergbahn-Sanierung festgestellt hat. Zwischen 2018 und 2023 waren umfangreiche Arbeiten geplant, die aufgrund hoher Kosten gekürzt wurden.

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Für den Neubau der Talstation waren sechs Millionen Euro zusätzlich vorgesehen, die Kosten erhöhten sich jedoch auf 11,2 Millionen Euro.

Aus dem Bericht des Rechnungshofs

So fielen ein barrierefreier Zugang zum Gipfel und Teile der Bahnstrecke dem Rotstift zum Opfer. Der Preis blieb hoch: Statt 24 Millionen Euro – 18 für die Sanierung und sechs für die Talstation selbst – wurden es 31,4 Millionen Euro.

Talstation fast doppelt so teuer, wie eingeplant
„Die entstandenen Mehrkosten trägt ausschließlich die Salzburg AG“, so das Unternehmen auf „Krone“-Anfrage. Je sechs Millionen Euro vom Land Salzburg und vom Land Oberösterreich waren gedeckelt. Vor allem bei der neuen Talstation schlugen die gestiegenen Kosten heftig zu: Diese wurde um 87 Prozent teurer, verschlang stolze 11,2 Millionen Euro – statt geplanter sechs Millionen.

Die Salzburg AG gibt für die Kostenmisere des gesamten Projekts dem Baupreisindex die Schuld. Dieser habe sich aufgrund der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs um 31 Prozent erhöht und sei zum Baubeginn „unmöglich vorherzusehen“ gewesen. Als Reserve wurden – wie vom Rechnungshof bemängelt – allerdings auch nur fünf Prozent veranschlagt.

Hinzu kommen weitere Probleme, die der Bericht aufdeckt: So fehlte etwa das Vier-Augen-Prinzip, weil die gleiche Person für die Streckensanierung und für die Bauaufsicht verantwortlich war. Und auch beim Brandschutz in der neuen Talstation musste die Salzburg AG nachbessern.

An der Strecke selbst wird es laut Unternehmen bald wieder Bauarbeiten geben. Der bisher noch nicht sanierte Streckenabschnitt, sei zwar „nicht betriebsnotwendig“, solle aber in den kommenden Jahren nachgeholt werden – ebenso der barrierefreie Zugang zum Berggipfel. 

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