In der Causa der SOS-Kinderdörfer kehrt keine Ruhe ein. Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat jetzt gegen einen 57‑Jährigen, der im SOS-Kinderdorf Seekirchen als Familienhelfer tätig war, Anklage wegen Missbrauchsvorwürfen in mehreren Fällen erhoben.
Das Ermittlungsverfahren wurde im Vorjahr eingeleitet. Jetzt ist die Anklage da. Dem Angeklagten werden sexueller und schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen sowie Nötigung vorgeworfen. Die Übergriffe sollen im Jahr 2017 begonnen und drei Jahre lange angedauert haben.
Der 57-Jährige war zu dem Zeitpunkt als Familienhelfer im SOS-Kinderdorf in Seekirchen beschäftigt. Er soll zwei dort untergebrachte, unter 14-jährige Mädchen wiederholt unsittlich berührt und damit auch seine Autoritätsstellung ausgenutzt haben.
Drohungen und Gewalt an mehreren Opfern
Eines der beiden Mädchen soll der Beschuldigte zweimal genötigt haben, aufzuräumen und niemandem etwas von den sexuellen Übergriffen zu erzählen. Er wendete auch Gewalt an, zog das Kind heftig an den Ohren. Einem weiteren Jungen soll er dasselbe angetan haben.
Der 57-Jährige hat aus dem Jahr 2021 bereits eine Vorstrafe wegen sexuellem Missbrauch an Unmündigen. Zum Zeitpunkt dieser Verurteilung war er nicht mehr im SOS-Kinderdorf Seekirchen beschäftigt. Die neuen Vorwürfe waren damals auch noch nicht bekannt.
Dem Mann droht jetzt eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Ein Schöffengericht am Landesgericht wird darüber entscheiden.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.