Aushängeschild, der große Stolz – das ist der Riese von St. Andrä im Lungau. Außerdem lockt das Schafaufbratln Gäste in die kleine Gemeinde. Wichtiges Zukunftsprojekt ist eine Begradigung der Ortsdurchfahrt, wie ÖVP-Bürgermeister Heinrich Perner in der „Krone“-Gemeindeserie betont.
Wenn Bürgermeister Heinrich Perner (ÖVP) die überdimensionale Vitrine des Samson einmal aufsperrt, bildet sich gleich eine Fangruppe und die Handykameras klicken: Senioren aus der Steiermark machen hier Station. Die Tatsache, dass sie gerade einmal so groß wie die Zwergerl sind, stört Fans und Bürgermeister nicht. Perner beweist Talent als „Dorf-Guide“ und zeigt den Gästen am Handy stolz, wie der Riese aus St. Andrä bei Ausrückungen tanzt.
Früher, in der Blütezeit von Gold- und Eisenabbau, war die 768-Seelen-Gemeinde, die einmal Abtsdorf hieß, richtig reich. „Heute haben wir keine Bank im Ort und das ist gut so“, sagt der Ortschef mit Augenzwinkern. Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden spart, meint er, hätte aber noch einen Wunsch. Ein interkommunales Gewerbegebiet mit geteilter Kommunalsteuer könnte alle stärken.
Von Gemeindezusammenlegungen hält Perner nichts. Das würde höchstens Zugehörigkeit und Identifikation mit der Region durcheinanderbringen.
Volksschule wurde nach Pause neu gebaut
Einen Nahversorger gibt es schon seit Jahren nicht mehr. Ein Bankomat fehlt ebenso. Die Volksschule wurde in den 70ern zugesperrt, Anfang der 2000-er aber wieder eröffnet.
Alles ist konzentriert im Dorfkern: Kirche, Volksschule, sogar ein kleiner „Bauhof“ für Problemstoffe. Die Ortsdurchfahrt muss dringend verbessert werden, auch in Sparzeiten. Bürgermeister Perner hofft auf das Land. Das Projekt soll 2027 angegangen werden. Perner: „Es stoßen fünf Straßen zusammen.“ Das führe zu gefährlichen Situationen.
Das Dorf ist gut erreichbar, sogar mit der Taurachbahn und der eigenen Haltestelle Andlwirt, wo ein Gemeindearbeiter gerade Schneestangen einschlägt. Der Winter wird nie mild in St. Andrä. Rund 60 Kilometer Wegenetz müssen geräumt werden.
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