Albaner zu quirlig

Dämpfer für ÖFB-U21 – 1:3 daheim gegen Albanien

Sport
05.03.2014 20:41
Österreichs U21-Nationalteam hat am Mittwoch in Graz gegen Albanien überraschend mit 1:3 verloren. Die Hoffnungen der ÖFB-Auswahl auf eine Qualifikation für die EM 2015 in Tschechien erhielten damit ausgerechnet gegen das Schlusslicht der Gruppe 4 einen empfindlichen Dämpfer. Die Truppe von Teamchef Werner Gregoritsch präsentierte sich in Graz defensiv und offensiv von der Rolle und kassierte Gegentore von Enis Kavazaj (19.), Vasil Shkurtaj (43.) und Herolind Shala (57.). Der Ehrentreffer gelang Trainersohn Michael Gregoritsch erst in der Nachspielzeit per Elfmeter (93.).

"Pflichtsiege gibt es nicht. Albanien ist ein ernst zu nehmender Gegner", hatte Teamchef Gregoritsch vor der Partie gewarnt. Und der Chefcoach sollte recht behalten, denn Albanien präsentierte sich von Anfang an als höchst unangenehmer Gast. Teamchef Skender Gega schickte seine Truppe mit einer perfekten Kontertaktik auf den Rasen, die Führung in der 19. Minute war dann durchaus verdient. Nach Pass von Shkurtaj zog Kavazaj ab, der Ball kullerte unter ÖFB-Tormann Christoph Riegler zum 0:1 ins Tor.

Albaner waren zu quirlig
Die Albaner waren den Österreichern zu quirlig, zu eigenen Offensivaktionen kamen die Hausherren nur selten. Wenn überhaupt, dann wurde die ÖFB-Auswahl bei Standards gefährlich, wie etwa bei einem Kopfball von Gregoritsch (15.) oder einem Freistoß von Peter Zulj (40.), der seinen angeschlagenen Bruder Robert ersetzte.

Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag für die ÖFB-Elf. Die rot-weiß-rote Viererkette zeigte sich einmal mehr schlecht organisiert, Shkurtaj war zur Stelle und schob ins linke Eck zum 0:2 ein (43.). Nach knapp einer Stunde erhöhten die Albaner sogar auf 3:0 (57.). Ein Lochpass von Gjelbrim Taipi hebelte die ÖFB-Defensive aus, Shala ließ sich die Chance nicht nehmen und vollendete eiskalt.

Österreicher fanden nicht mehr in die Spur
Die Österreicher stemmten sich gegen die Pleite, fanden aber an diesem Abend nicht mehr in die Spur. Mehr als Halbchancen von Zulj (55.), Gregoritsch (60.) und Gernot Trauner (75.) sowie ein Elfmeter-Tor von Gregoritsch in der 93. Minute waren nicht mehr drinnen.

Die Österreicher liegen zwar hinter Spanien weiter souverän auf Platz zwei der Tabelle, die Gefahr, am Ende nicht zu den vier besten Zweiten der zehn Gruppen zu zählen, ist jedoch durch den Umfaller deutlich gestiegen. Im September folgen noch das Heimspiel gegen Bosnien-Herzegowina und die Auswärtspartie gegen die Spanier. Danach schaffen es die zehn Gruppensieger sowie die vier besten Zweiten ins Play-off, in dem es dann um die EM-Tickets geht.

Coach Gregoritsch: "Defensiv sehr schlecht organisiert"
"Die Mannschaft hat ihr Potenzial bei Weitem nicht ausgeschöpft. Wir waren vor allem defensiv sehr schlecht organisiert und waren nicht aggressiv genug. Vielleicht waren wir sogar einen Tick zu übermotiviert. Das sind junge Spieler, da kann so etwas schon passieren. Wir haben noch zwei Spiele und ich bin zuversichtlich, dass wir noch die nötigen Punkte holen werden. Eines ist aber klar, das Heimspiel gegen Bosnien-Herzegowina muss gewonnen werden. Mit 15, 16 Punkten können wir es schaffen", so Coach Gregoritsch.

Und Kevin Wimmer: "Wir hatten uns einiges vorgenommen, waren aber zu wenig aggressiv. Leider wurde es erst nach dem 0:3 besser, aber da war es dann schon zu spät. So kann man kein Quali-Spiel bestreiten. Jetzt müssen wir schauen, dass wir diese Niederlage abhaken und gegen Bosnien-Herzegowina drei Punkte holen. Dann sind wir nahe dran an unserem Ziel."

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Sport
05.03.2014 20:41
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

KMM
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung