Drei Künstler, ein Raum, ein Spannungsfeld: Das Künstler-Trio Leopold Kogler, Hans Kupelwieser und Manfred Wakolbinger lässt im Museum Angerlehner in Thalheim bei Wels die Welten aufeinanderprallen: Farbstürme treffen auf schwebende Skulpturen und expressive Lichtzeichnungen.
Die Farbe ist der Hauptdarsteller: Leopold Kogler – Künstler aus St. Peter/Au und Leiter des NÖDok St. Pölten – zeigt im Museum Angerlehner in Thalheim bei Wels großformatige Gemälde, die die Grenze zwischen Abstraktion und Natur sprengen.
Er entwickelt Farbräume, in denen sphärische, vibrierende Himmelsblicke oder Landschaften gesehen werden können. Oder aber die Bilder sind Zeugnisse reiner Malerei: Kontrastreiche Farbkompositionen, die den Blick der Betrachter in eine enorme räumliche Tiefe ziehen. Kogler, einst Schüler Oswald Oberhubers, hat damit eine eigenständige Position in der österreichischen Kunstgeschichte etabliert.

Schwebende Gebilde im Raum
Nun versammelt er Studienkollegen um sich, bespielt gemeinsam mit Hans Kupelwieser (Lunz am See) und Manfred Wakolbinger (Münchendorf, Wien) die große Halle bei Angerlehner unter der Klammer „KO KU WA – Gemeinsam dazwischen“.
Kupelwieser zeigt großformatige Fotogramme – kameralose Aufnahmen, die durch direkte Belichtung von Objekten auf lichtempfindlichem Material entstehen. Die monumentalen Bildwerke treten in Dialog mit einer spektakulären Skulptur aus zerknicktem Aluminium, die scheinbar schwerelos im Raum schwebt. Kupelwieser inszeniert ein spannungsreiches Wechselspiel zwischen Bild und Objekt, zwischen Alltagsgegenstand und künstlerischer Transformation.
Blick zum Nachbarn Niederösterreich
Wakolbinger baut Skulpturen aus Metall, die zwischen Schwere und Schweben, zwischen Zeichnung im Raum und funktionellem Objekt einzuordnen sind. Er macht Skulptur zur Grenzerfahrung – monumental, sinnlich, geheimnisvoll.
Ein starker Auftritt des Trios, das eine Künstlergeneration Niederösterreichs vertritt, die prägnante Positionen entwickelt hat. Die Ausstellung im Museum Angerlehner läuft bis 29. März 2026.