Im Vorjahr wollte man es noch verkaufen, dann wurde der Plan entwickelt, das Landesarchiv künftig im Schloss Bergheim in Feldkirchen/Donau unterzubringen. Das sorgte zuerst für Wirbel, doch in der 41. Sitzung des OÖ. Landtags wurde nun ein einstimmiger Beschluss für den neuen Archiv-Standort gefällt.
Es sind Tausende Dokumente, Urkunden, Gesetzestexte, alte Handschriften, darunter Schätze, die man für die Zukunft bewahren möchte: Handschriften von Johannes Kepler oder Anton Bruckner, aber auch Bücher aus dem Mittelalter. Und jährlich werden es mehr.
Das OÖ. Landesarchiv, derzeit in der Anzengruberstraße in Linz untergebracht, wächst beständig – und platzt mittlerweile aus allen Nähten. Darum wurde bereits im Vorjahr von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) der Entschluss gefasst, die Zentrale des Landesarchivs ins Schloss Bergheim in Feldkirchen/Donau, das dem Land OÖ gehört, zu übersiedeln.
Starke Fakten pro
Auf Basis eines Raum- und Funktionsprogramms, das gemeinsam mit den Akteuren im Landesarchiv entwickelt wurde, ergeben sich für die Errichtung – Sanierung und Speicherneubau – Kosten in der Höhe von 32 Millionen Euro. Ein Neubau in Linz hätte 13 Millionen Euro mehr gekostet, wir haben bereits darüber berichtet.
Von der Linzer Innenstadt hinaus aufs Land
Vor allem die dezentrale Lage des künftigen Landesarchivs wurde rasch scharf kritisiert. So hielt der ehemalige Direktor des Landesarchivs, Universitätsprofessor Hofrat Siegfried Haider, den historischen und denkmalgeschützten Landesbesitz in Feldkirchen in „keiner Weise für Archivzwecke geeignet“.
Doch noch alle ins Boot geholt
Am Donnerstag hat sich nun auch der OÖ. Landtag damit befasst – und die Abstimmung fiel über Parteigrenzen hinweg einstimmig für das Schloss Bergheim aus.
Der oberösterreichische Weg ist der Weg des Miteinanders!
Landeshauptmann Thomas Stelzer
Ein Architekturwettbewerb soll ausgeschrieben werden und in der Mitte des Jahres 2027 soll die Bauphase beginnen. Die Eröffnung des neuen Landesarchivs im Schloss Bergheim in Feldkirchen/Donau wird im Jahr 2029 angestrebt.
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