„KRONE“-KOMMENTAR

Leistbares Wohnen wird ein Wunschtraum bleiben

Wirtschaft
08.11.2025 06:00

Bei vielen Österreichern steht leistbares Wohnen weiterhin ganz oben auf der persönlichen Wunschliste. Dass sich dieser Traum in den nächsten Jahren  aber auch erfüllt, ist sehr unwahrscheinlich. Dafür sprechen mehrere Gründe. So zeigt etwa der Neubaubericht 2025, dass die Zahl der Fertigstellungen weiter sinkt. Wurden vor drei Jahren noch rund 46.000 Wohnungen übergeben, ging die Menge seither massiv zurück. Im nächsten Jahr werden nur noch um die 25.000 Einheiten dazukommen, rechnet die Wirtschaftskammer (WKÖ) vor.

Der Bedarf in Österreich liegt jedoch deutlich höher. Neben dem Zuzug von unterm Strich (netto) um die 50.000 Menschen jährlich spielt hier der Trend zu Single-Haushalten eine große Rolle. Laut der Oesterreichischen Notenbank (OeNB) bräuchte es daher bis 2030 rund 42.400 Wohnungen jährlich, um genügend Immobilien zur Verfügung zu haben. Bei so einer Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage ist es klar, dass es auf dem Markt zu keiner Entspannung kommen kann – sondern sich die Situation bei Miet- und auch Eigentumsobjekten weiter verschärfen wird.

Maßnahmen setzten, die den Wohnbau günstiger machen
Es gibt nur einen Ausweg aus diesem Dilemma: Wir müssen es schaffen, dass wieder mehr (leistbarer Wohnraum) gebaut wird. Hier gilt es an mehreren Schrauben zu drehen. Braucht es immer die höchsten Baustandards? Müssen Genehmigungsverfahren ewig dauern? Sind in jedem Bundesland unterschiedliche Bauvorschriften nötig? Kann die öffentliche Hand eigene Grundstücke nicht günstiger zur Verfügung stellen? Braucht es weiterhin so strenge Kreditvergabe-Bestimmungen der Finanzmarktaufsicht? Die Liste ließe sich noch sehr lange fortsetzen.

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