Der Tiroler Wirtschafts-Landesrat Mario Gerber ist enttäuscht, dass ein geplantes Hotelprojekt in der Axamer Lizum nicht schon längst das OK bekam. „Wenn jede Investition von vornherein mit Misstrauen behandelt wird, schadet das nicht nur der Wirtschaft, sondern auch den Menschen vor Ort“, meint er.
Zurück an den Start muss das geplante Hotelprojekt „Carpe Solem“ in der Axamer Lizum, wie die „Krone“ berichtete. Grund dafür ist ein Bescheid des Landesverwaltungsgerichtes. Aus diesem geht hervor, dass etwa bei den Ausgleichsmaßnahmen zur Bodenversiegelung und in anderen Punkten hinsichtlich des Natur- und Tierschutzes nachgebessert werden muss.
Beim Großprojekt hatte bzw. hat auch die Landesumweltanwaltschaft mehrere gewichtige Worte mitzureden. Sie hatte die entsprechenden Kritikpunkte beim Gericht vorgebracht.
Es ist enttäuschend, wenn Entwicklungsprojekte ausgebremst werden und jede Investition gleich mit einem Misstrauen behandelt wird.
Wirtschafts-Landesrat Mario Gerber
„Es wurden enorme Anstrengungen getätigt“
Auf den Bericht reagiert nun Wirtschafts-Landesrat Mario Gerber von der ÖVP. Er zeigt sich „enttäuscht, dass wichtige Entwicklungsprojekte für einen Ort immer wieder ausgebremst werden“. Gerade im Tourismus brauche es „nach Jahren der Unsicherheit endlich wieder Mut, Zuversicht und die Bereitschaft, gute Ideen auch umzusetzen“.
Laut dem Landesrat hätten sowohl die Gemeinde Axams als auch die Betreiber der Bergbahnen in den vergangenen Jahren „echt enorme Anstrengungen unternommen, um die Axamer Lizum einfach wieder wirtschaftlich erfolgreich aufzustellen“.
„Zurück zu einer Politik des Miteinanders“
Angesichts des Bescheides des Landesverwaltungsgerichtes meint Gerber, dass „wir weg müssen von einer Politik des Verhinderns und zurück zu einer Politik des Miteinanders. Wenn jede Investition von vornherein mit Misstrauen behandelt wird, schadet das nicht nur der Wirtschaft, sondern auch den Menschen vor Ort“.
Wie ebenfalls kürzlich berichtet, hatte der Wirtschafts-Landesrat vor zwei Wochen angeregt, die Landesumweltanwaltschaft an sich zu überdenken. Ein Vorschlag, der nicht in allen politischen Lagern gut ankam. Vor allem bei den Grünen nicht.
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