Schlamm, Wasser und Geröll haben das Kraftwerk Arriach bei dem Unwetter im Juni 2022 bis auf das Fundament weggerissen. Donnerstag ging das neue Kraftwerk offiziell ans Netz.
Das Kraftwerk Arriach und das dazugehörige Schaltwerk wurden bei dem katastrophalen Unwetter im Jahr 2022 komplett zerstört. Teile der alten Anlage konnten bis heute nicht gefunden werden, wieder andere wurden kilometerweit mitgerissen. „Das Unwetter hat Arriach und die gesamte Region schwer getroffen – es war eine der größten Herausforderungen für unseren Katastrophenschutz in den vergangenen Jahren“, schildert Landesrat Daniel Fellner. Das Kraftwerk sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Normalität, ergänzte Landesrat Sebastian Schuschnig
Dass das Kraftwerk Arriach heute wieder in Betrieb geht, ist ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Widerstandskraft und nachhaltigen Wiederaufbau.
Landesrat Daniel Fellner
Im Herbst 2023 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen – die neuen Gebäude sind acht Meter näher in Richtung des Berges gerückt. Damit wurde der Abflussquerschnitt des Arriacher Baches um 2,5 Meter verbreitert. Eine massive Stahlbetonmauer soll die Anlagen vor einer neuerlichen Jahrhundertflut sichern. Die Gebäude konnten im Herbst des Vorjahres fertiggestellt werden. Ebenso wurde im Sommer 2024 die neue, etwa 200 Meter lange Druckrohrleitung im Steilhang verlegt.
Die beiden Bachfassungen oberhalb des Kraftwerks wurden durch das Unwetter ebenfalls beschädigt und mussten neu errichtet werden. Gleichzeitig wurden am Stollen und Beileitungen Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Diese Arbeiten sowie die elektromaschinelle Ausrüstung des Krafthauses wurden in den vergangenen Monaten umgesetzt.
Donnerstag ist das neue, leistungsfähigere Kraftwerk ans Netz gegangen. Es hat eine Leistung von 2,4 Megawatt jährlich und kann rund 6,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das ist ein Bedarf von mehr als 1800 Kärntner Haushalten und eine Steigerung von 15 Prozent gegenüber des alten Kraftwerks. „Das Kraftwerk Arriach leistet einen wertvollen Beitrag für die Versorgung der Bürger in Treffen, Arriach, Afritz und Feld am See. Es ist eine Investition in eine nachhaltige Energiezukunft für kommende Generationen“, so Kelag-Vorstand Reinhard Draxler.
Das neue Schaltwerk bietet außerdem einen wichtigen Knotenpunkt für die Versorgung im Gegendtal. Es ist mit den Umspannwerken Landskron, Radenthein, Feldkirchen und Bad Kleinkirchheim verbunden und wird von der Kärnten Netz fernüberwacht und ferngesteuert betrieben. „Als zentraler Netzknoten ermöglicht es eine deutlich schnellere Reaktion im Störungsfall und sorgt für eine stabile Stromversorgung im gesamten Gegendtal“, erklärt Eva Tatschl-Unterberger, Geschäftsführerin der Kärnten Netz.
In den Wiederaufbau haben die Kelag und die Kärnten Netz über zehn Millionen Euro investiert.
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