Richterin Gudrun Slamanig gewährt der Austria Klagenfurt nach „Krone“-Infos bekanntlich zwei weitere Wochen Zeit, um ein Insolvenzverfahren abzuwenden. Gesellschafter Zeljko Karajica und Anwalt Peter Urabl leisteten Überzeugungsarbeit. Laut Klub laufen Investoren-Gespräche. Aber mit der Gewerkschaft droht das nächste Ungemach ...
„Eine weitere Fristerstreckung erscheint möglich“, hatte Austria Klagenfurts Wirtschaftsprüfer Ulrich Kraßnig am Vortag noch in der „Krone“ orakelt. Und der violette Wunsch wurde erhört – der Zweitligist atmet auf!
Zwei Wochen Galgenfrist
Denn Richterin Gudrun Slamanig gewährte dem Zweitligisten genau das, was man sich im Vorfeld erhofft hatte: Nun haben die Waidmannsdorfer zwei weitere Wochen Zeit, um ein Insolvenzverfahren abzuwenden und um die Schulden im hohen sechsstelligen Bereich – bekanntlich vor allem gegenüber der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), die ja die Frist gesetzt hatte – zu bezahlen! Ob für die 14 Tage Galgenfrist der 5. oder der 7. Jänner als Stichtag herangenommen wird, wird erst geklärt.
Urabl & Karajica überzeugten
Da haben (der rhetorisch hervorragend aufgestellte) Gesellschafter Zeljko Karajica und der violette Anwalt Peter Urabl – der als Partner der Kanzlei des Kärntner Fußballverbandspräsidenten Martin Mutz angehört – wohl ganze Überzeugungsarbeit am Landesgericht Klagenfurt geleistet!
Investor in Aussicht?
Wie? Die Austria soll laut eigenen Angaben einen Investor an der Angel haben! So erhoffen sich Karajica und der violette, stets loyal zur Seite stehende Steuerberater Gerhard Engl (seines Zeichens ja auch Vizepräsident des KFV) dadurch eine schnelle Millionen-Finanzspritze.
Steuerberater hofft
„Ja, es melden sich dauernd Investoren, zuletzt einer am Dienstag. Ich führe seit vielen Wochen immer wieder Gespräche mit Interessenten. Wir tun alles, um den Klub auf gesunde Beine zu stellen“, hatte Engl am Vortag der Mittwoch-Verhandlung zur „Krone“ gemeint.
Auch Dezember-Gehalt fehlt
Die zwei Wochen Fristerstreckung spielen natürlich den Akteuren sowie der Spielergewerkschaft „VdF“ in die Karten. „Denn wir werden uns jetzt mit den Profis zusammensetzen und allen erklären, dass sie Fristen setzen müssen – sonst könnten sie am Ende ohne Verein und im schlimmsten Fall ohne Geld dastehen. Denn es gibt ja auch eine Verfallsklausel von sechs Monaten in den Verträgen – auf alles, was man davor nicht erhalten hat, könnte man den Anspruch verlieren. Und mit 5. Jänner kommt nun der Dezember-Gehalt dazu, der fehlt. Damit wären es mit dem ausstehenden doppelten Gehalt drei“, warnt „VdF“-Chef Gernot Baumgartner.
Nächster Insolvenzantrag?
Das Prekäre: Die „VdF“ erwägt nun auch einen Insolvenzeröffnungsantrag – da die Gehälter von Marco Gantschnig und Michi Lang noch immer nicht überwiesen worden sind. In diesem Fall geht es um rund 30.000 Euro.
„Ja, ich denke wir stellen einen Konkursantrag, klären das mit den Spielern und dem Anwalt ab“, so Baumgartner, der nur den Kopf schüttelt: „Die Spieler haben bis dato ja nie Lohnzettel oder Abrechnungen erhalten – wir haben den Klub aufgefordert, dass wir diese Donnerstag haben wollen!“
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