Ein Krügerl Bier kostet 15 Euro, ein Tagesticket 640 Euro. Dafür sind Essen und Softdrinks gratis. Willkommen beim Ryder Cup in New York! Der steirische Golffan David Lackner und Edwin Weindorfer, Turnierveranstalter der DP World Tour-Events in Salzburg und Kitzbühel, erlebten auf dem Bethpage Black Course auf Long Island ein blaues Wunder.
Über die Bierpreise staunte Lackner: „15 Euro für ein Krügerl sind schon eine Ansage. Dafür sind Wasser, Softdrinks, Burger, Hotdogs, Sandwiches, Obst und Snacks gratis.“ Allerdings kostet ein Tagesticket auch 640 Euro.
Der in Wien lebende Steirer feierte live vor Ort mit Mama Sonja und Papa Wolfgang mit. Der 31-Jährige, der seit seinem siebenten Lebensjahr beim GC Erzherzog Johann Maria Lankowitz spielt, lachte: „Die Kombination New York und Ryder Cup ist einzigartig. Die Stimmung ist aus meiner Sicht genial. Mein Gesamteindruck ist, dass die Fans das Event und sich selbst feiern.“
Davids Lieblingsspieler ist Sepp Straka: „Es ist unglaublich, dass hier ein Österreicher dabei ist. Ich mag seinen rhythmischen Golfschwung und bewundere, wie nervenstark er unter Druck agiert.“
Maßgeschneiderte Fußball-Lieder
Ebenfalls beeindruckt war der Österreicher vom Ryder Cup Store: „Ein riesengroßes Zelt mit unzähligen Merchandising-Produkten. Ich habe mir als Erinnerung ein Schlägerhandtuch gekauft. Die Preise waren recht normal im Verhältnis zu den Preisen in Österreich im Golfhouse.“ Als großer Sport-Fan wird sich Lackner auch noch das NFL-Spiel zwischen den New York Giants und den Los Angeles Chargers live anschauen.
Ein großer Unterschied zwischen den amerikanischen und den europäischen Fans sind die Gesänge. Die Anhänger der USA intonieren am liebsten Sprechchöre, meistens ein sich wiederholendes, donnerndes Stakkato von „U-S-A!“. Die Europäer hingegen bevorzugen maßgeschneiderte Fußball-Lieder, mit denen sie einzelnen Spielern ein Ständchen bringen.
„Europe’s on fire, USA is terrified“, adaptiert zur Melodie von „Freed from Desire“ des italienischen Europop-Künstlers Gala, ist einer der größten Hits. Als Hommage an den irischen Star Rory McIlroy wird „He’s in your head, Rory“ zur Melodie von „Zombie“ von The Cranberries gesungen, „Oh Matthew Fitzpatrick“ zur Melodie von „Seven Nation Army“ von The White Stripes und Viktor Hovlands Name zum stimmungsvollen „Just Can’t Get Enough“ von Depeche Mode.
Federer, Nadal und Hazard als Fans
Als großer Fan zeigte sich in New York auch der frühere Fußball-Superstar Eden Hazard, der mit einem europäischen Schal um den Hals Rory McIlroy, Jon Rahm und Co. anfeuerte. Der Belgier strahlte. Basketball-Legende Michael Jordan, der einer der größten Fans des amerikanischen Ryder Cup-Teams ist, verfiel dagegen.
Die einstigen Tennis-Giganten Roger Federer und Rafael Nadal fieberten mit Europa mit. Die beiden hatten im Vorfeld auch ein witziges Motivationsvideo geschickt, das in den sozialen Netzwerken viral ging. Edwin Weindorfer, der schon zahlreiche Tennisturniere veranstaltete, kennt beide gut. In New York ist der österreichische Sportmanager als Veranstalter der DP World-Tour-Turniere in Salzburg und Kitzbühel.
Komplizierte An- und Abreise
Er erzählt: „An- und Abreise sind etwas kompliziert. Du wirst bei der Hinfahrt aus einem Autobus hinausgelassen und musst dann noch eine halbe Stunde durch ein Villenviertel gehen, bis du beim Platz bist. Bis ich wieder zurück im Hotel in Manhattan war, hat es einmal drei Stunden gedauert.“
„Dafür sind die Preise zu hoch“
Die Fan-Experience beurteilt er als perfekt: „Sie haben riesige Fanzonen, die Stimmung bei den europäischen Fans ist natürlich gewaltig. Ich habe viele Engländer, Iren und Schweden, aber auch einige Österreicher gesehen.“ Vom VIP-Klub war der Turnierveranstalter weniger beeindruckt: „Es ist alles sehr amerikanisch, zum Essen gibt es Dinge wie Burger und Roastbeef. Dafür sind die Preise aus meiner Sicht zu hoch. Da ist der Standard in Europa besser.“
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