Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die eine andere Umgangssprache als Deutsch haben, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Allerdings trifft das nur auf Volks-, Mittel- und Sonderschulen zu. In weiterführenden Schultypen wie der AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen werden es immer weniger.
Das zeigt ein Factsheet des Integrationsfonds (ÖIF). Zwischen 2006/07 und 2020/21 ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache von 16 auf 27 Prozent gestiegen. Nach zwei Jahren mit stagnierenden Zahlen gab es dann 2023/24 erstmals wieder einen leichten Rückgang auf 26 Prozent.
In Wien lag der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die eine andere Umgangssprache als Deutsch haben, zuletzt bereits bei 50 Prozent. In einzelnen Bezirken wie Favoriten, Ottakring und Simmering sind es mehr als zwei Drittel. Die übrigen Bundesländer haben Werte zwischen 17 und 25 Prozent.
Den geringsten Anteil hatten im Schuljahr 2023/24 die Berufsschulen mit elf Prozent, gefolgt von den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) mit 17 Prozent und den AHS mit 20 Prozent. Das geht aus Zahlen der Statistik Austria hervor.
Schulabbrüche häufiger
In der Gruppe der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund kommen demnach auch Schulabbrüche häufiger vor. Elf Prozent der Burschen ab 16 Jahren hatten im Schuljahr 2022/23 die Pflichtschule noch nicht erfolgreich abgeschlossen, bei den Mädchen waren es sieben Prozent. Unter den Jugendlichen mit deutscher Umgangssprache lag diese Quote nur bei drei Prozent.
Die häufigsten Umgangssprachen dieser Kinder und Jugendlichen sind Bosnisch/Kroatisch/Serbisch (21 Prozent), Türkisch (18 Prozent), Arabisch (neun Prozent), Rumänisch (sieben Prozent) und Albanisch (sechs Prozent).
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